Nach der geplanten Übernahme der RWE-Netztochter Innogy durch Eon wird das fusionierte Unternehmen keinen neuen Namen erhalten.

Nach der geplanten Übernahme der RWE-Netztochter Innogy durch Eon wird das fusionierte Unternehmen keinen neuen Namen erhalten.

Bild: © Rolf Vennenbernd/dpa

Der vom Energiekonzern Eon nach der Übernahme RWE-Tochter Innogy geplante Stellenabbau wird auch Essen und Dortmund treffen. In beiden Städten könnten jeweils bis zu 800 Stellen wegfallen, sagte ein Eon-Sprecher am Freitag. Essen bleibe Sitz des Konzerns und mit dann rund 5.000 Mitarbeitern der zentrale Standort der neuen Eon. Auch die Steuerung der nationalen und internationalen Energienetze von Eon bleibe in Essen.

Dort wird auch die neu gegründete Holding des größten deutschen Verteilnetzbetreibers, die "Westenergie", angesiedelt. Die "Westenergie" wird künftig von der scheidenden VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche geleitet. In dieser neuen Gesellschaft bündelt der Konzern auch die Netzkonzessionsverträge sowie die Beteiligungen von Innogy an den Stadtwerken. Zudem bekommt die "Westenergie" die Verantwortung für die Bereiche Metering, Breitband und Netzservice.

Von Essen aus steuere Eon künftig zudem Innovationen, hieß es weiter. Als Beispiel nennt Eon innovative Projekte auf dem Gelände des Unesco-Weltkulturerbes Zollverein. Die Ruhrmetropole soll darüber hinaus Kernstandort des Geschäftskundenvertriebs in Deutschland sein.

Geschäftsfeld Elektromobilität in Dortmund

Dortmund bleibe mit etwa 1500 Mitarbeitern einer der größten Eon-Standorte in Deutschland. Der mit Abstand größte Verteilnetzbetreiber von Eon, Westnetz, habe dort seinen Sitz. Die Stadt sei daneben ein wichtiger Standort für das Zukunftsgeschäft Elektromobilität. In Dortmund würden zudem die Vertriebsaktivitäten des Zukunftsgeschäfts "City Energy Solutions" gestärkt, das Quartiers- oder Wärme-Lösungen umfasst.

Details des Standortkonzepts müssten aber noch entwickelt und mit den Arbeitnehmervertretern besprochen werden, teilte Eon mit. Da es in beiden Städte wachstumsstarke Unternehmensteile geben werde, könnten dort künftig auch neue Arbeitsplätze entstehen, sagte der Sprecher. München wiederum bleibe ein Vertriebsstandort, an dem relevante Funktionen zum deutschlandweiten Strom- und Gasgeschäft zusammengefasst sind.

Bis zu 5000 Stellen fallen weg

Die beiden Energiekonzerne Eon und RWE hatten Innogy unter sich aufgeteilt. Eon übernimmt das Netz- und das Endkundengeschäft und reicht die eigenen erneuerbaren Energien und die von Innogy an RWE weiter. Bei der neuen Eon sollen nach der Integration von Innogy bis zu 5000 Stellen wegfallen. Dies soll sozialverträglich erfolgen, wie Eon mit den Gewerkschaften vereinbart hatte. Eon und Innogy hatten zuletzt jeweils rund 43.000 Mitarbeiter. (hil/dpa)

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