Der Geschäftsführer Herbert Marquard hatte den Posten erst im Januar übernommen.

Der Geschäftsführer Herbert Marquard hatte den Posten erst im Januar übernommen.

Bild: © Stadtwerke Pforzheim

In ihren aktuellen Gremiensitzungen haben die Aufsichtsräte der Stadtwerke Pforzheim (SWP) und der Heizkraftwerke (HKW) Pforzheim die Entscheidung für eine Verschmelzung der beiden Unternehmen unter dem Dach der SWP getroffen. Künftig soll das HKW, vorbehaltlich der Zustimmung des Pforzheimer Gemeinderats im November, als Bereich „Erzeugung“ in die SWP integriert werden. Die Unternehmen erhoffen sich laut einer Pressemitteilung zahlreiche Synergien, beispielsweise im technischen Betrieb, im Bereich Risikomangement oder beim Energieeinkauf.

Grundlage für die Entscheidung ist die langfristige Fernwärmestrategie der SWP, die eine stärkere Verzahnung der Wertschöpfungskette von der Fernwärmeerzeugung über den Transport bis hin zur Produktgestaltung für den Verbraucher umfasst. Bereits seit einigen Jahren war die Gesellschafterstruktur beider Unternehmen identisch und umfasste die Stadt Pforzheim und die Thüga AG. „Mit der Verschmelzung der beiden Gesellschaften gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung effizienter und zukunftsfähiger Energieversorgung für Pforzheim“, so Pforzheims Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der SWP, Peter Boch.

Reaktion auf nationale Energieeffizienzstrategie

Mit der Integration des Erzeugungsbereichs in die Sparte Fernwärme stellen sich die SWP auf die aktuellen und kommenden Anforderungen aus der nationalen Energieeffizenzstrategie auf, bei der unter anderem die effiziente und ressourcenschonende Wärmeversorgung von Gebäuden als wichtiger Baustein vorgesehen ist. Aktuell laufen auch die Arbeiten am neuen Gasmotoren-Kraftwerk auf Hochtouren. Nachdem die reine Bauphase nun nahezu abgeschlossen ist, beginnt im Frühjahr der Probebeginn der Anlage, bevor diese dann ab der Heizperiode 2021/2022 in den Dauerbetrieb gehen wird. (jk)

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