Der Bundesrat drängt auf höhere Ausschreibungsvolumen für Windenergieanlagen an Land.

Der Bundesrat drängt auf höhere Ausschreibungsvolumen für Windenergieanlagen an Land.

Bild: © Thaut Images Fotalia

Der mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche polnische Energiekonzern PGE will seine Stromproduktion langfristig komplett auf erneuerbare Quellen umstellen. Das Ziel von hundert Prozent solle bis zum Jahr 2050 erreicht werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Damit wolle PGE Vorreiter für den polnischen Energiesektor sein, sagte Unternehmenschef Wojciech Dabrowski. PGE ist auch Betreiber des Braunkohlekraftwerks Belchatow, des größten Kraftwerks in Polen und zugleich größten Emittenten von Treibhausgasen in der EU. 

Der polnischen Nachrichtenagentur PAP sagte Dabrowski, Belchatow und andere Kohlekraftwerke sollten nicht geschlossen, sondern auf erneuerbare Energiequellen umgestellt werden. Der Konzernchef zerstreute Befürchtungen über einen drohenden Stellenabbau: "Grüne Investitionen können nicht nur die bestehenden Arbeitsplätze ersetzen, sondern mehr zusätzliche schaffen als herkömmliche Kohlekraftwerke."

Offshore-Windparks in der Ostsee geplant

Im vergangenen Jahr hatte PGE Pläne für ein Solarkraftwerk neben dem Belchatow-Komplex bekannt gegeben. Außerdem will das Unternehmen Offshore-Windparks in der Ostsee bauen. Anfang September hatte auch der polnische Ölkonzern PKN Orlen, Polens umsatzstärkstes Unternehmen, das Ziel verkündet, bis 2050 klimaneutral zu werden. Die polnische Regierung hatte sich noch im Dezember auf einem EU-Gipfel geweigert, dem Ziel einer Klimaneutralität bis 2050 zuzustimmen. (dpa/hil)

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