Die Eon-Zentrale in Essen.

Die Eon-Zentrale in Essen.

Bild: © Eon

Der Energiekonzern Eon hat nach den ersten neun Monaten 2024 ein um die Sonderkosten bereinigtes Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Adjusted Ebitda) in Höhe von 6,7 Mrd. Euro erwirtschaftet. Trotz eines Rückgangs zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Q1-3/23: 7,8 Mrd. Euro) um 14 Prozent sieht sich das Unternehmen auf Kurs.

Diesen Rückgang begründet das Unternehmen mit Sondereffekten im Vorjahreszeitraum. Um diese Effekte bereinigt, ergibt sich nach Unternehmensangaben ein Wachstum "im niedrigen, dreistelligen Millionen-Euro-Bereich". Die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr zwischen 8,8 und 9 Mrd. Euro bleibe demnach bestehen, hieß es aus Essen.

Netzgeschäft bleibt ertragreich

Nach Geschäftsfeldern aufgeteilt, konnte Eon lediglich im Bereich Energy Networks das Vorjahresniveau nahezu halten. Darin ist unter anderem das Netzgeschäft gebündelt. Eon gilt mit einem Anteil von 32 Prozent als größter Strom-Verteilnetzbetreiber Deutschlands. Das Adjusted Ebitda lag hier nach drei Quartalen bei 4,8 Mrd. Euro. Die temporären Effekte, insbesondere bei den Redispatch-Kosten in Deutschland, hätten das Ergebnis im Vorjahreszeitraum deutlich positiv beeinflusst, hieß es aus Essen.

Auch der Wechsel in die neue Regulierungsperiode Strom führte unter anderem aufgrund der gestiegenen regulierten Vermögensbasis bei gleichzeitiger Verringerung der kalkulatorischen Eigenkapitalzinssätze zu einem positiven Ergebnisbeitrag.

Auch bei den Investitionen bilden die Netze einen Schwerpunkt. In den ersten drei Quartalen steigerte der Konzern seine Investitionen um 20 Prozent auf rund 4,7 Mrd. Euro, von denen 3,6 Mrd. Euro in das Netzgeschäft geflossen sind. Der Finanzierungsbedarf für das Jahr 2024 sei zu rund 75 Prozent über grüne Anleihen gedeckt worden, hieß es weiter aus Essen.

42 Mrd. für die Energiewende

Im Geschäftsfeld Energy Retail ging das bereinigte Ebidta von 2,6 Mrd. Euro im Vorjahr auf 1,7 Mrd. Euro zurück. Den Wegfall der Einmaleffekte im Vorjahreszeitraum führt hier Eon als einen der Gründe auf. Zudem trugen das erwartete Marktumfeld, insbesondere in Deutschland und den Niederlanden, sowie die milde Witterung zu dieser Ergebnisentwicklung bei. Positiv wirkte sich laut Eon hingegen die Senkung der Risikovorsorge für Forderungsausfälle infolge sinkender Großhandelspreise vor allem in Großbritannien aus.

Das bereinigte Ebitda des Geschäftsfelds Energy Infrastructure Solutions lag in den ersten neun Monaten bei rund 350 Mio. Euro und damit unter dem Ergebnis im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (9M 2023: rund 400 Mio. Euro).

Insgesamt plant Eon, zwischen 2024 und 2028 europaweit 42 Mrd. Euro in die Energiewende zu investieren. Notwendig dafür seien allerdings eine Verbesserung der zentralen regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die Schaffung eines angemessenen regulatorischen Gesamtsystems. (am)

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