Der Spatenstich für den Bau eines neuen Holzheizkraftwerks auf dem Flughafengelände Köln/Bonn ist erfolgt.

Der Spatenstich für den Bau eines neuen Holzheizkraftwerks auf dem Flughafengelände Köln/Bonn ist erfolgt.

Bild: © Köln Bonn Airport

Von Artjom Maksimenko

Der Kölner Energieversorger Rheinenergie und der Flughafenbetreiber Flughafen Köln/Bonn GmbH haben mit dem Bau eines Holzkraftwerks begonnen. Die Anlage mit einer Leistung von 2,5 Megawatt soll im Winter in Betrieb gehen, teilte Rheinenergie mit. 

Für den Bau und späteren Betrieb der nachhaltigen Holzverbrennungsanlage setzen die Partner auf eine lokale Wertschöpfungskette. Für das Projekt gab es einen "niedrigen siebenstelligen Betrag" aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) des Bundeswirtschaftsministeriums, sagte eine Sprecherin von Rheinenergie der ZfK. Zu der Investitionshöhe für das Vorhaben äußerte sich das Unternehmen nicht.

CO2-Einsparungen

Das Holzheizwerk auf dem Flughafengelände soll die CO2-Emissionen jährlich um 2700 Tonnen senken. "Wir sind stolz darauf, mit dem Bau des innovativen Holzheizwerks einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und die nachhaltige Entwicklung unseres Flughafens voranzutreiben", sagte Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Nach der Fertigstellung des Kraftwerks im Winter 2025 soll der Flughafen klimaschonend hergestellte Wärme bekommen. Der benötigte nachwachsende Rohstoff entsteht aus dem Grünschnitt von Flughafen-eigenen Flächen und lokalen, nachwachsenden Rohstoffe wie Landschaftspflegematerial, das die AVG Ressourcen, eine Tochtergesellschaft der AVG Köln, aufbereitet und zur Verfügung stellt.

"Wir übernehmen für das Projekt den kompletten Stoffstrom. Wir sorgen für den ausreichenden Input wie auch für die Entsorgung der verbleibenden Aschen", erklärt AVG-Geschäftsführer Andreas Freund. Der jährliche Bedarf der Anlage liege bei etwa 7500 Tonnen, sagte eine Sprecherin von Rheinenergie. Die erzeugte Wärme soll im Winter rund ein Drittel des Bedarfs am Standort decken. Im Sommer kann überschüssige Wärme in Kälte umgewandelt werden.

Das Projekt markiere einen bedeutenden Schritt hin zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung, ordnete der Vorstandvorsitzende der Rheinenergie, Andreas Feicht, die Bedeutung des Holzheizkraftwerks ein.

Contracting-Modell

Als Energiedienstleister beliefert Rheinenergie den Standort des Flughafens mit Gas, Strom,  Kälte und Wärme und betreibt gemeinsam mit Partnerunternehmen verschiedene Anlagen. Das neue Holzheizwerk werde nun ebenfalls im Rahmen eines Contractings durch das Team von "RheinEnergie – next energy solutions" errichtet.

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