Der Kölner Regionalversorger Rheinenergie stellt einen Hilfstopf in Höhe von einer Million Euro bereit. Damit will der Energiekonzern Kunden helfen, denen wegen rückständiger Energiekosten eine Sperre droht. Das Geld solle als Überbrückung dienen, bis staatliche Hilfen aus dem dritten Entlastungspaket greifen, teilt das Unternehmen mit.
Anspruch haben ausschließlich Haushalts- und Privatkunden, die von der Rheinenergie Erdgas oder Wärme beziehen und im Grundversorgungsgebiet des Konzerns wohnen. Zudem müssen Energiekosten nachweislich mindestens 20 Prozent des Haushalt-Nettoeinkommens ausmachen.
Entlastung durch Abschlagssenkung
Empfänger staatlicher Transferleistungen, die die Übernahme von Heizkosten beinhalten, erhalten kein Geld aus dem Hilfsfonds. Ansprüche soll eine neutrale Schiedsstelle bei der Rheinenergie prüfen. Fällt die Prüfung positiv aus, erhalten Kunden vom 1. Oktober an die Unterstützung zuerst als Abschlagssenkung.
Maximal sind pro Haushalt Auszahlungen von 500 Euro möglich.
Gaspreise mehr als verdoppelt
Der mehrheitlich kommunale Konzern hatte vor einigen Wochen angekündigt, die Gaspreise in der Grundversorgung von Oktober an auf 18,30 Cent pro kWh mehr als zu verdoppeln. Grund sind massive Preissteigerungen im Großhandel, nicht zuletzt infolge des Ukrainekriegs. Ab 1. November soll noch die Gasbeschaffungs- und Gasspeicherumlage dazukommen. Dann würde die Kilowattstunde 19,72 Cent pro kWh kosten.
Auch die Fernwärmepreise gehen von 1. Oktober an nach oben – im Schnitt um 73 Prozent. Die Rheinenergie erzeugt Fernwärme vorwiegend mit Gaskraftwerken. Auch hier will der Konzern die beiden neuen Gasumlagen ab 1. November zusätzlich weitergeben. (aba)
