Blick auf das Verwaltungsgebäude der Rheinenergie in Köln.

Blick auf das Verwaltungsgebäude der Rheinenergie in Köln.

Bild: © Rheinenergie

Von Artjom Maksimenko

Der Kölner Energieversorger Rheinenergie setzt beim Betrieb des Batteriespeichers in Mecklenburg-Vorpommern auf KI-basierte Strompreisprognosen. Im Sommer 2023 hat Rheinenergie in den Gemeinden Lärz und Rechlin (Mecklenburg-Vorpommern) den bislang größten Solarpark des Unternehmens in Betrieb genommen. Der wichtigste Bestandteil des Solarparks ist ein Batteriespeichersystem, das überschüssigen Sonnenstrom aufnehmen und bei Bedarf wieder ins öffentliche Versorgungsnetz abgeben kann, teilte das Unternehmen mit.

Die Freichlächen-Photovoltaikanlage kommt auf eine Leistung von 32 MW. Das Speichersystem hat eine Kapazität von sieben Megawattstunden (MWh). Es kann innerhalb einer Stunde vollständig beladen und im gleichen Zeitraum wieder vollständig entladen werden. Damit leiste es einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des regionalen Stromnetzes, hieß es weiter aus Köln. "Mit dem Batteriespeicher schaffen wir die erforderliche Flexibilität, um den Strom auch dann zu vermarkten, wenn die Sonne nicht scheint", sagte im Sommer vergangenen Jaheres Achim Südmeier, Vertriebsvorstand von Rheinenergie. Das Unternehmen habe sich im "anspruchsvollen Umfeld" der Innovationsausschreibung durchgesetzt.

Für die Vermarktung der Strommengen ist die Handelstochter der Rheinenergie, die Rheinenergie Trading (RET), zuständig. Die Gesellschaft optimiert dafür auch den Einsatz des Batteriespeichers. Im ersten Schritt prognostiziert das Team der RET für jeden Tag einer Folgewoche die Stromerzeugung viertelstundenscharf. In den gleichen zeitlichen Intervallen erstellt dabei eine KI-basierte Prognose für den Börsenstrompreis.

"Die Stromvermarktung aus einem Batteriespeicher ist ein Meilenstein für die Rheinenergie", sagte Stephan Segbers, Vertriebsvorstand der Rheinenergie. Das helfe dem Unternehmen, den Strom wetterunabhängig zu vermarkten und besser auf Preissignale aus dem Markt zu reagieren. "Auch wenn es sich um einen vergleichsweise kleinen Batteriespeicher handelt, werden wir damit weiter lernen und in Zukunft das Geschäftsfeld Batteriespeicher weiter ausbauen", fügte Segbers hinzu.

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