RWE baut das Erneuerbare-Energien Geschäft in den USA weiter aus, neuestes Projekt ist ein Solarpark für Facebook.

RWE baut das Erneuerbare-Energien Geschäft in den USA weiter aus, neuestes Projekt ist ein Solarpark für Facebook.

Bild: © RWE

Nach der Inbetriebnahme wird Facebook die Solarenergie von 110 MW nutzen, um ein Rechenzentrum in Tennessee auch mit grünem Strom zu betreiben. Die Anlage wird voraussichtlich Ende 2023 in Betrieb gehen, der Baubeginn ist für Mitte 2022 vorgesehe, teilte RWE mit.

Basis für die Realisierung des Solarprojekts ist ein langfristiger Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement – PPA) mit TVA. RWE wird 100% der Anteile an der Anlage besitzen und diese auch betreiben. Die Investitionsentscheidung für die Solaranlage soll voraussichtlich getroffen werden, sobald das Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist.

Teil des Green-Invest-Programms von TVA in Tennessee

Die Tennessee Valley Authority ist eine Körperschaft der Vereinigten Staaten, die Strom für Geschäftskunden und lokale Stromversorger bereitstellt und fast 10 Millionen Menschen in Teilen von sieben südöstlichen Bundesstaaten der USA versorgt.

Das Solarprojekt ist Teil des Green-Invest-Programms von TVA zum Ausbau der Erzeugungskapazitäten auf Basis Erneuerbarer Energien in Shelby County, Tennessee. Seit 2018 hat TVA so fast 2,7 Milliarden US-Dollar an Solarinvestitionen angezogen und über 2.100 MW an Solaranlagen im Auftrag seiner Kunden beschafft.

Langfristige Stromlieferverträge im Trend

Langfristige Stromlieferverträge entwickeln sich zunehmend zu einer Option für die Betreiber bestehender und auch neuer Erneuerbare-Energien-Anlagen. PPA-Modelle bieten hierbei den Vorteil, dass keine Teilnahme an Ausschreibungen für Fördertarife erforderlich ist.

Das führt zu mehr Standortflexibilität, neue Projekte können schneller realisiert werden. Zur direkten Lieferung von Ökostrom hat RWE bereits PPAs mit Unternehmen wie Volkswagen, Deutsche Bahn oder Bosch geschlossen.

USA Schlüsselmarkt für das Erneuerbare-Geschäft

Die USA machten mehr als ein Drittel der Kapazitäten des RWE Konzerns im Bereich der Erneuerbaren Energien aus und spielten damit eine Schlüsselrolle in der RWE Strategie zum Ausbau des Geschäfts, teilte das Unternehmen mit.

RWE verfüge über umfangreiche Erfahrungen im US-Onshore-Markt mit 27 in Betrieb befindlichen Anlagen sowie weiteren Projekten im Bau und errichtet das Solarprojekt Hickory Park mit kombiniertem Batteriespeicher. Darüber hinaus sei RWE ein Joint Venture, New England Aqua Ventus, eingegangen, das sich auf schwimmende Offshore-Windkraftanlagen im Bundesstaat Maine konzentriert. (hcn)

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