Der Essener Energiekonzern RWE will einen Anteil am Offshore-Windpark Humber Gateway verkaufen. 49 Prozent der Beteiligung sollen für 648 Millionen Britische Pfund (knapp 730 Millionen Euro) an den in Großbritannien ansässigen Investmentmanager Greencoat gehen, teilte das Unternehmen mit.
Humber Gateway befindet sich vor der Küste von East Yorkshire und verfügt über eine installierte Kapazität von 219 Megawatt. Der Windpark wurde 2015 in Betrieb genommen. Auch nach der Transaktion bleibt RWE mit 51 Prozent wichtigster Anteilseigner und Betreiber des Projekts.
RWE-Aufsichtsrat muss noch zustimmen
In der Vergangenheit hatte sich Humber Gateway bereits an anderen RWE-Projekten beteiligt. Konkret handelt es sich nach Unternehmensangaben um die Windparks Rhyl Flats (Offshore), Little Cheyne Court, Lindhurst und Middlemore (alle Onshore).
Den Abschluss des neuen Anteilsverkaufs erwartet RWE für Mitte Dezember. Der Aufsichtsrat muss noch zustimmen. Den Erlös will der Konzern für den Ausbau erneuerbarer Energien verwenden.
Großbritannien spielt Schlüsselrolle
Großbritannien spielt für RWE eine Schlüsselrolle, um bis 2040 klimaneutral zu werden. (Die ZfK berichtete.) Derzeit errichtet das Essener Unternehmen den Offshore-Windpark Triton Knoll und entwickelt das Offshore-Projekt Sofia. Ferner hat RWE nach eigenen Angaben Pachtverträge zur Entwicklung von Erweiterungwsprojekten für vier Offshore-Windparks geschlossen. (ab)



