Wer künftig auf sauberen Wasserstoff im Tank wert legt, sollte auf die Herkunftszertifikate der EU achten.

Wer künftig auf sauberen Wasserstoff im Tank wert legt, sollte auf die Herkunftszertifikate der EU achten.

Bild: © Wit/stock.adobe.com

Der neue Energietechnik-Konzern Siemens Energy will sein Geschäft mit Wasserstoff massiv ausbauen. «Wasserstoff kann für Siemens Energy ein Milliardengeschäft werden», sagte Vorstandschef Christian Bruch dem «Handelsblatt» (Dienstag). Die Technologie könne zu einer tragenden Säule des neuen Konzerns werden - und weitere Arbeitsplätze kosten.

Der Gasturbinenmarkt schrumpfe ständig, sagte Bruch. «Der Bau eines Elektrolyseurs aber braucht - selbst für eine große Anlage - weniger Kapazitäten als der Bau einer Gasturbine.» Einen weiteren Stellenabbau könne er nicht ausschließen.

Pilotprojekt in Chile geplant

In Chile plant Siemens Energy ein Pilotprojekt für sogenannten grünen Wasserstoff, der mit Windstrom hergestellt wird und dann exportiert werden kann - zum Beispiel als Ersatz für Öl, Kohle und Erdgas in der Industrie. Bruch sagte, Wasserstoff könnte jetzt den Durchbruch schaffen, wenn die Rahmenbedingungen dafür geschaffen würden: «Wir brauchen günstigere Strompreise, höhere CO2-Preise und vor allem einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Kapazitäten.» Siemens Energy müsse seine Kosten extrem senken und profitabler werden, um bald aus den roten Zahlen zu kommen, so Bruch weiter. (lm/dpa)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper