Ziehen eine positive Bilanz: BVG-Vorstandsvorsitzender Henrik Falk und Aufsichtsratvorsitzende Franziska Giffey.

Ziehen eine positive Bilanz: BVG-Vorstandsvorsitzender Henrik Falk und Aufsichtsratvorsitzende Franziska Giffey.

Die Berliner Verkehrsbetrieb (BVG) haben so viele Stammkund:innen wie noch nie, auch dank des Booms durch das Deutschlandticket. Zum Jahreswechsel verzeichnete die BVG insgesamt rund 1,2 Millionen Abonnent:innen.

Die BVG blickte mit einem Jahresergebnis von 3,9 Millionen Euro auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023 zurück, bilanzierten die Aufsichtsratsvorsitzende, Senatorin Franziska Giffey, und der Vorstandsvorsitzende Henrik Falk am vergangenen Freitag.

Die Zahlen des Jahresabschlusses beweisen, dass die Herausforderungen der Corona-Pandemie überwunden seien. Außerdem zeige die Jahresbilanz 2023: "Die BVG ist ein gesundes und wachsendes Landesunternehmen, das für moderne Mobilität und für Berlin steht“, sagte Giffey.

2400 interne und externe Einstellungen

Trotz der schwierigen Lage auf dem Arbeitgebermarkt und der zur Stabilisierung notwendigen Reduzierungen im Busverkehr gab es dort und insgesamt mehr gefahrene Kilometer als noch vor Corona. Bei der Tram konnte gegenüber 2019 die Leistung um 10,6 Prozent gesteigert werden.
 
Mit 2400 internen und externen Einstellungen im Jahr 2023 ist die Konzernbelegschaft aktuell auf 16.100 Beschäftigte gewachsen.

„Groß ist gut.“ – BVG-Vorstandsvorsitzende Henrik Falk

„Groß ist gut“, sagt der BVG-Vorstandsvorsitzende Henrik Falk mit Blick auf die Zahlen. „Mit deutlich gestiegenen Investitionen stellen wir die Weichen für das bewegte Berlin von morgen. Mit digitaler Technik wird der Verkehr smarter, um noch mehr Menschen von einem Umstieg zu überzeugen.“

Automatisierung bei der U-Bahn

Von 394 Millionen Euro im Vorjahr stiegen die Investitionen der BVG 2023 auf 475 Millionen Euro. Das Geld sei vor allem in Infrastrukturprojekte und neue Fahrzeuge geflossen.

Das Kontrollgremium genehmigte 2023 zudem die Vergabe zum Umbau der Signaltechnik für den künftig teilautomatisierten Betrieb der Linien U5 und U8. Mit der CBTC (Communication-Based Train Control) soll die Leistungsfähigkeit der U-Bahn um bis zu 30 Prozent gesteigert werden. Laut aktuellem Plan wird der CBTC-Betrieb auf der U5 im Jahr 2029 und auf der U8 im Jahr 2032 starten.

So geht es mit dem 29-Euro-Ticket in Berlin weiter

In Berlin wird es auch weiterhin ein preiswertes Ticket geben. Nach der Umsetzung der „29-Euro-Abo-Aktion“ von Oktober 2022 bis April 2023 wurde von der BVG ein eigenständiges Abonnementprodukt entworfen, das voraussichtlich ab dem 1. Juli 2024 eingeführt werden soll.

Für die BVG bedeute die Einführung dieses neuen Produkts eine immense vertriebliche Herausforderung, da mit mehreren hunderttausend Kund:innen zu rechnen sei, welche in dieses neue Produkt wechseln möchten, hieß es im Geschäftsbericht. (pfa)

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