Hier arbeiten die Mitarbeiter der Technischen Werke Ludwigshafen: das Verwaltungsgebäude in der Industriestraße.

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Bild: © TWL

Der TWL-Konzern hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von 20,5 Mio. Euro abgeschlossen. Das Ergebnis der TWL AG liegt bei 2,1 Mio. Euro. „Die Jahresergebnisse der TWL AG und des TWL-Konzerns zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Dieter Feid, kaufmännischer Vorstand von TWL. 

Ziel sei es, den positiven Trend im Geschäftsjahr 2024 fortzusetzen. „Aktuell rechnen wir für 2024 damit, den Planwert für das Jahresergebnis der TWL AG in Höhe von 2,2 Millionen Euro leicht zu übertreffen.“

Die wirtschaftliche Stärke des Jahresabschlusses 2023 zeige sich im vollen Umfang unter Berücksichtigung der Tatsache, dass darin von der TWL AG zu tragende ÖPNV-Verkehrsverluste von 9 Mio. Euro bereits enthalten seien und unter Berücksichtigung des Konzernabschlusses.

Zuzüglich des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 43,1 Mio. Euro verbleibt ein Bilanzgewinn von 45,2 Mio. Euro.

Energieabsatz sank

Die schwierige Lage in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hätte sich im Geschäft von TWL widergespiegelt.

So sank der Stromabsatz inklusive Selbstverbrauch um 22 Prozent auf 1.022,2 Mio. kWh. In der Sparte Gas fiel der Absatz inklusive Selbstverbrauch um 9 Prozent auf 1.153,9 Mio. kWh.

Investitionen in Versorgungssicherheit

Gewinne, die im Unternehmen verblieben, ermöglichten es TWL, umfassend in die klimafreundliche Versorgung der Ludwigshafener Bürger zu investieren. Insgesamt beliefen sich die Investitionen auf 30,1 Mio. Euro (i. Vj. 24,2 Mio. Euro).

Im Geschäftsjahr 2023 flossen 21,7 Mio. Euro in den Erhalt und den Ausbau der Netzinfrastruktur für Energie, Wärme und Wasser.

In die Erzeugungsanlagen investierte TWL insgesamt 4,9 Mio. Euro, 3,7 Mio. Euro in die Wasserwerke und 1,1 Mio. Euro in das Fernheizkraftwerk.

Konzernstrategie verabschiedet

Die Basis für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft bildetete die Konzernstrategie 2030, die TWL im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat. „In der Konzernstrategie 2030 haben wir zwei wesentliche Dinge vereint, die in Zeiten des Wandels unabdingbar sind: eine fokussierte Zielorientierung bei gleichzeitiger Flexibilität und Agilität“, sagt Thomas Mösl, technischer Vorstand von TWL. „Nur so können wir uns im Spannungsfeld zwischen langfristiger Planung und volatilen Rahmenbedingungen nach vorn bewegen und unsere Ziele erreichen.“

Kwp startet

Wichtige Weichen für das Gelingen der Energiewende werde zudem die 2023 gestartete kommunale Wärmeplanung der Stadt Ludwigshafen stellen. Bis 2045 könnten mindestens 50 Prozent der Haushalte über das Fernwärmenetz versorgt werden. Dort, wo Fernwärme nicht genutzt werden kann, böte oberflächennahe Geothermie mit kalter Nahwärme eine Möglichkeit zur nachhaltigen Versorgung. Zudem werde der Einsatz von Großwärmepumpen und die Nutzung von Tiefengeothermie geprüft“, berichtet Thomas Mösl. Gerade dem gemeinsam mit der BASF und den Stadtwerken Frankenthal durchgeführten Projekt Wärmewende Vorderpfalz komme hier eine Schlüsselrolle zu.

Viele Menschen und Unternehmen in Ludwigshafen wollten die Energiewende mitgestalten und installieren Photovoltaikanlagen auf Dächern und an Balkonen sowie Wallboxen für Fahrzeuge. Das Tempo sei hoch: Meldeten beispielsweise im Jahr 2021 145 Haushalte bei TWL Netze eine Photovoltaikanlage an, waren es 2022 250 und 2023 bereits 645. Ähnlich sei die Entwicklung bei Wärmepumpen.

„Im Rahmen einer intelligenten Zielnetzplanung gilt es, die Entwicklung in die Zukunft zu projizieren, um mögliche Engpässe im Stromnetz frühzeitig zu erkennen und entsprechende Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln und umzusetzen“, erklärt Thomas Mösl. Daran arbeite die TWL-Tochter TWL Netze bereits intensiv. (pfa)

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