Glasfaser bringt nicht nur schnelles Internet in Deutschlands Städte und Gemeinden, sondern könnte auch der Geothermie zu einem Durchbruch verhelfen.

Glasfaser bringt nicht nur schnelles Internet in Deutschlands Städte und Gemeinden, sondern könnte auch der Geothermie zu einem Durchbruch verhelfen.

Bild: © Leungchopan/AdobeStock

Höhere Instandhaltungskosten im Erdgas- und Wärmebereich, geringere Absätze bei Erdgas- und Strom sowie höhere Bezugs- und Personalkosten und Vorlaufkosten für den Glasfaserausbau haben bei den Stadtwerken Speyer im Geschäftsjahr 2019 zu einem Ergebnisrückgang geführt. Der Bilanzgewinn sank auf 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,4 Mio. Euro), das Ergebnis liegt laut SWS aber knapp über Plan.

Höhere Ausschüttung an die Stadt

Auf Bitten von Oberbürgermeisterin Stefan Seiler, die gleichzeitig Vorsitzende des SWS-Aufsichtsrates ist, soll in diesem Jahr die Gewinnausschüttung an die Stadt um 500.000 auf zwei Mio. Euro erhöht werden. Begründet wird die Bitte mit vielen zusätzlichen Aufgaben und höheren Kosten der Stadt bei der Eindämmung der Corona-Pandemie. Der verbleibende Betrag von 1,2 Mio. Euro wird in die Gewinnrücklage der Stadtwerke eingestellt.

Bau eines neuen Tiefbrunnens

"Die Eigenkapitalerhöhung ist notwendig, um die Herausforderungen hinsichtlich Digitalisierung, Energiewende und Versorgungssicherheit meistern zu können", sagte SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. Im Wassergewinnungsgebiet Nord soll in den Bau eines neuen Tiefbrunnens mit Grundwassersammelleitung sowie in die Erschließung des Wassergewinnungsgebiets investiert werden. "Unsere Anlagen und Netze müssen kontinuierlich ausgebaut und modernisiert werden", erläuterte Bühring das Vorhaben.

"Datentransferrate mehr als verdoppelt"

Ebenso soll der Glasfaserausbau im Stadtgebiet vorangebracht werden. Mit den Bauarbeiten im ersten Cluster Auestraße wurde gerade begonnen. Weitere Gebiete sollen folgen. Dazu der SWS-Chef: "Die Datentransferrate hat sich in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Darum werden schnellste, schwankungsfreie Kommunikationsnetze immer wichtiger und wir sehen es als unsere Aufgabe, die Smart City gemeinsam mit der Stadt Speyer weiterzuentwickeln."   

Deutlicher Umsatzrückgang

Die Umsatzerlöse der SWS lagen 2019 bei 119,1 Mio. Euro (Vorjahr 132,9 Mio. Euro) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Prozent gesunken. "Dies ist im Wesentlichen auf die Strom- und Erdgassparte zurückzuführen", informierte Bühring. Bei stabilen Umsätzen bei den Privatkunden im eigenen Netzgebiet, hätten sich Umsätze mit Geschäftskunden im eigenen Netzgebiet und in fremden Netzen verringert.

Wichtige Geschäftskunden zurückgewonnen

"Wir sind froh, dass wir in diesem Jahr maßgebliche Geschäftskunden für die Zukunft zurückgewinnen konnten", versicherte er. 2019 investierte das Querverbundunternehmen 7,4 Mio. Euro (Vorjahr 6,6 Mio. Euro). Diese betreffen Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in die Versorgungsnetze und -anlagen. (hoe)

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