Der Stadtkonzern Frankfurt, der etwa an den Stadtwerken, der Messe und dem Flughafenbetreiber Fraport beteiligt ist, hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von 235 Millionen Euro erzielt. Das gab Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker auf einer Bilanzpressekonferenz diese Woche bekannt. Demnach steigerte der Verbund sein Vorjahresergebnis noch einmal um knapp 47 Millionen Euro.
Ganz anders dürfte die Bilanz hingegen für dieses Jahr ausfallen. Denn die Corona-Krise trifft auch die Mainmetropole stark. Insbesondere die Bereiche Flugverkehr und ÖPNV leiden. Messe- und Kulturveranstaltungen fallen reihenweise aus.
Gewinn als Corona-Polster
"Die Stadt Frankfurt am Main mit ihren Gesellschaften und Betrieben ist enorm von den Folgen der Pandemie betroffen", erläuterte Becker. "Insbesondere der Flughafen, die Messe, der ÖPNV, der Kulturbereich und die Kernverwaltung leiden neben vielen weiteren Bereichen in der Stadt unter erheblichen Ertragseinbußen und zusätzlichen Kosten. Dies wird sich auch im diesjährigen Ergebnis des konsolidierten Gesamtabschlusses widerspiegeln."
Umso zufriedener zeigte sich Becker mit dem satten Gewinn aus dem Jahr 2019. "Das [...] hilft uns jetzt durch die Krise", sagte er. Die positive Entwicklung in der Vergangenheit sei ein "stabiles Fundament für die Bewältigung der schwierigen Finanzsituation in den kommenden Jahren."
SW-Chef dämpft Erwartungen
Schon zuvor hatten die Stadtwerke Frankfurt ihre Bilanz vorgelegt. (Die ZfK berichtete.) Demnach erwirtschaftete der Kommunalversorger im vergangenen Jahr fast 240 Millionen Euro (abzüglich Einmaleffekte 67 Millionen Euro).
Für dieses Jahr rechnet Peter Arnold, Geschäftsführer der Stadtwerke, dagegen mit einem schlechteren Resultat. "Sinkende Erlöse und deutlich niedrigere Erträge aus den Beteiligungen werden die Ergebnisse 2020 stark beeinflussen", sagt er. "Hinzu kommt das strukturell bedingt negative Ergebnis der Bereiche öffentlicher Personennahverkehr und Schwimmbäder." (ab)
