Stadtwerke-Geschäftsführer Jan Deuster (l.) und Oberbürgermeister Christian Greiner informieren über die Unternehmensentwicklung der Stadtwerke Andernach.

Stadtwerke-Geschäftsführer Jan Deuster (l.) und Oberbürgermeister Christian Greiner informieren über die Unternehmensentwicklung der Stadtwerke Andernach.

 Bild: © Meta Welling

Der Hafen belastet die Bilanz der Stadtwerke Andernach. Denn in Rheinland-Pfalz macht sich die Weltwirtschaftslage bemerkbar: Unter anderem die rückläufigen Gütermengen kosteten die Stadtwerke Geld, hieß es in einer Mitteilung.

Für das Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten die Stadtwerke demnach ein Defizit von rund 415.000 Euro, was nach Angaben des Unternehmens im Rahmen der Planvorgaben liegt.

Retter ist die Energietochter: Die Stadtwerke Andernach Energie GmbH weist nach Angaben des Unternehmens vor Gewinnabführung ein positives Ergebnis von rund 242.000 Euro aus. Dieses Teilergebnis liege um rund 160.000 Euro unter den Planwerten.

Fokus auf Kundenbindung

Im Strom- und Gasvertrieb habe die Kundenbindung im Vordergrund gestanden. Das Niveau der Marktdurchdringung sei in etwa gehalten worden.

Zum Jahresende 2023 seien knapp 13.800 Energielieferverträge abgeschlossen worden. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte habe der Wettbewerbsdruck im Haushalts- und Großkundengeschäft jedoch stark zugenommen, teilten die Stadtwerke mit.

Mehr PV in Andernach

Die Stadtwerke sind mit der Entwicklung des Energievertriebs auch vor dem Hintergrund der Energiemarktkrise zufrieden und wollen ihre Aktivitäten im Bereich der energienahen Dienstleistungen weiter verstärken.

Neben der Energieberatung haben die Stadtwerke auch ein Pachtmodell für Photovoltaikanlagen im Produktportfolio. In Kooperation mit Solarista wurde das Angebot um Balkon-PV-Anlagen erweitert.
 
Im Berichtsjahr investierten die Stadtwerke rund 5,1 Mio. Euro in die Infrastruktur der eigenen Geschäftsfelder. (pfa)

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