Der Stadtwerke Dinslaken Konzern konnte sich im Geschäftsjahr 2019 operativ verbessern. Der Konzernumsatz stieg um rund 1,4 Mio. Euro auf 199 Mio. Euro an. Der Konzernjahresüberschuss sank von 22,7 Mio. Euro auf 11,6 Mio. Euro. Das ist aber vor allem auf das starke Geschäftsjahr 2018 zurückzuführen. Dieses war jedoch sehr von Sondererlösen geprägt.
Mit Biomasse bzw. Biomethan betriebene Heizkraftwerke und Kraftwerke, PV- und Windkraftanlagen produzierten im Geschäftsjahr 2019 rund 206 Mio. kWh Wärme und 162 Mio. kWh Strom, letzteres entspricht über 50 Prozent der gesamten Abgabe, wie der Konzern mitteilt. Damit habe sich die Einspeisung und Vermarktung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien, Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung(KWK)-Erzeugung als einträgliche Sparte etabliert.
Sowohl China-Projekt als auch DHE kommen voran
Zwei große Projekte der Stadtwerke bewegen sich ebenso weiter vorwärts. Das geplante Blockheizkraftwerk-Konzept mit einer Fernwärme- und Kälteversorgung im chinesischen Gulous startet Mitte 2021. Das größte Projekt derzeit ist die Errichtung des Dinslakener Holz-Energiezentrums (DHE). Die 1. Teilgenehmigung des Altholz-Kraftwerkes durch die Bezirksregierung Düsseldorf liegt vor, die bauvorbereitenden Maßnahmen sind abgeschlossen. Ab Oktober wird gebaut.
Strom- und Gasvertrieb bleiben stabil
Ebenso entwickelt sich der Strom- und Gasvertrieb positiv. Die Zahl der Strom- und Gaskunden in Dinslaken blieb stabil. Erwähnenswert ist es, dass von den Wechslern, die nach den Insolvenzen von Billigstromanbietern in die Ersatzversorgung fielen, rund die Hälfte den Stadtwerken Dinslaken als Kunden erhalten blieben.
Im deutschlandweiten Vertrieb verzeichnete die Stadtwerke-Dinslaken-Unternehmensgruppe einen Zuwachs von rund 1400 Kunden. Es zeichnet sich ab, dass diese Zahl 2020 übertroffen wird.
Corona wirkt sich voraussichtlich nicht negativ aus
Die Coronakrise wird sich voraussichtlich nicht negativ auf das Geschäftsjahr 2020 auswirken. Zum einen stand ein Notfallplan schon sehr früh, als die ersten Fälle in der Region bekannt wurden. Zum anderen hält sich die Belegschaft strikt an alle Hygieneregeln und das für den Konzern neue Experiment Homeoffice wird sehr gut angenommen.
Auswirkungen der Coronakrise und des zeitweiligen Lockdowns auf den Wärmeabsatz sind derzeit nicht vorhanden. Belastbare Zahlen zum Strom- und Gasabsatz können erst zum Jahresende ermittelt werden, aber Geschäftsführer Josef Kremer erwartet, dass das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020 planmäßig erreicht und somit auch die Gewinnabführung an die Stadt wie vereinbart geleistet werde. (gun)



