Rekordergebnis eingefahren: Stadtwerke Erding

Rekordergebnis eingefahren: Stadtwerke Erding

Bild: @ Stadtwerke Erding

Die Stadtwerke Erding (Bayern) haben ihre Überschüsse im Jahr 2018 auf 3,455 Mio. Euro gesteigert. Geschäftsführer Christoph Ruthner sprach von einem „historischen Rekordergebnis“. Erdings Oberbürgermeister Max Gotz, der zugleich den Stadtwerke-Aufsichtsrat führt, ergänzte, 2018 sei für die örtlichen Stadtwerke „ein sehr erfolgreiches Jahr“ gewesen. Alle Bereiche mit Ausnahme der Erdgassparte konnten einen „massiven Zuwachs beim Ergebnis“ verzeichnen, so berichtete Ruthner der Süddeutschen Zeitung.

Besonders ist die Bilanz des Überlandwerks Erding, an dessen Stromnetz Erding, Eitting, Berglern, Marzling, Langenbach sowie Teilgebiete von Wartenberg und Fraunberg angeschlossen sind. Hier sank die Stromabgabe drastisch – von 2017 auf 2018 halbierte sie sich quasi von 212.000 auf 127.000 MWh. Grund dafür sei unter anderem, dass ein Großkunde weggebrochen ist, wie Ruthner der Süddeutschen erklärte. Weniger Strom abzugeben bedeute aber auch, weniger Strom einkaufen zu müssen, und damit sanken auch die Kosten.

Großkunde weg, Kosten planiert

Am Ende 2018 erzielte das Überlandwerk auf diese Weise einen Jahresüberschuss von 4,2 Mio. Euro; 2017 lag dieser Wert bei deutlich geringeren 2,38 Mio. Euro. Die Erdinger sprechen jedoch nicht von einem Gewinnsprung, denn das Ergebnis ist auch ein wenig verzerrt: Die Stadtwerke hatten 2017 zu ihrem 125-jährigen Bestehen die Kunden an 125 Tagen kostenlos ins Frei- oder Hallenbad oder in die Eishalle eingeladen. Zudem drückte eine Gewerbesteuernachzahlung das Ergebnis von 2017.

Um rund zehn Prozent sank der Verkauf von Erdgas im Jahre 2018 und zwar von 334.000 auf 303.000 MWh. Ensprechend ging der Jahresüberschuss zurück: von 1,9 Millionen auf 1,7 Mio. Euro. Stadtwerke-Prokurist Markus Sepp erklärte, dass ein Großkunde gewechselt habe. Die Menge des abgegebenen Gases sei aber auch durch das schöne Wetter gedrückt worden. Die Investitionen in diesem Bereich stiegen im Jahr 2018 um fast 100 Prozent, und zwar über die Schwelle von einer Mio. Euro. De Löwenanteil ging in die Erschließung des Gebietes Thermengarten und in mehr als tausend Hausanschlüsse.

Familienfreundliche Eintrittspreise bleiben

Einen kleinen Jahresüberschuss hat mit 630.000 Euro die Wasserversorgung zum insgesamt so positiven Ergebnis der Stadtwerke Erding beigetragen. Der kommunale Versorger investiert die Überschüsse aus 2018 nun in die Freizeitanlagen der Stadt. Für mehr als fünf Millionen Euro wird das Eisstadion saniert. Die Stadtwerke gleichen zudem das Defizit aus, das sich beim Betrieb der Freizeitanlagen ergeben hat. Die sehr sozialverträglichen Eintrittspreise von 7,90 Euro pro Besucher in Hallen- und Freibad und 8,70 Euro bei der Eissporthalle sollen unverändert bleiben. (sig)

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