"Die Mitarbeiter sind auf das höchste Maß verunsichert": Dies schreibt der Gemeinschaftsbetriebsrat der Stadtwerke Jena in einem Brief an den Aufsichtsrat des Kommunalversorgers. Das Bild zeigt das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke.

"Die Mitarbeiter sind auf das höchste Maß verunsichert": Dies schreibt der Gemeinschaftsbetriebsrat der Stadtwerke Jena in einem Brief an den Aufsichtsrat des Kommunalversorgers. Das Bild zeigt das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke.

Bild: © Stadtwerke Jena

Die Stadtwerke Jena haben das Geschäftsjahr 2020 mit einem Gewinnrückgang abgeschlossen. Das Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von 6,6 Mio. Euro (2019: 10,8 Mio. Euro) liegt aber deutlich über Planniveau, heißt es in den öffentlichen Unterlagen zur jüngsten Stadtratssitzung. Der Umsatz lag mit 345 Mio. Euro leicht über dem Niveau von 2019.

Dass die Planzahlen übertroffen wurden, hängt vor allem mit dem besser als erwarteten Beteiligungsergebnis zusammen. Die Stadtwerke Energie etwa generierte einen Jahresüberschuss in Höhe von 34,8 Mio. Euro (2019: 35,3 Mio.) – das sind 5,2 Mio. Euro mehr als ursprünglich erwartet.

Sondereffekt durch vorzeitige Beendigung eines Leasingvertrags

Zudem fiel der Verlustausgleich der Nahverkehrsgesellschaft rund 1,7 Mio. Euro besser aus. Dazu haben der ÖPNV-Rettungsschirm des Landes Thüringen und des Bundes sowie ein Sondereffekt aus der vorzeitigen Beendigung eines US-Leasingvertrages für zehn Straßenbahnfahrzeuge beigetragen.

Die Jahresdefizite der Nahverkehrsgesellschaft und der Bädergesellschaft sind aufgrund coronabedingter Einnahmeverluste aber höher ausgefallen. Die Pandemie habe den kontinuierlichen und deutlichen Anstieg der Fahrgastzahlen im ÖPNV unterbrochen, heißt es in der Ratsvorlage. Vorausgesetzt, die Lage normalisiere sich weiter, will man mit einem Kundenrückgewinnungsprogramm bis 2025 wieder das Umsatzniveau von vor der Krise erreichen.

Für das laufende Jahr rechnet die kommunale Unternehmensgruppe mit einem Jahresüberschuss von 2,3 Mio. Euro. Im mittelfristigen Planungszeitraum bis 2023 wird ein Anstieg auf 4,2 Mio. Euro erwartet. Für die wichtigste Tochtergesellschaft, die Stadtwerke Energie, wird für 2021 von einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 35,1 Mio. Euro ausgegangen. (hoe)

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