Die Stadtwerke Brunsbüttel sind offiziell als Gesellschafter bei den Stadtwerken Steinburg eingestiegen. Seit sie vor zehn Jahren als kommunaler Versorger gegründet wurden, sind die Brunsbütteler bei den Steinburgern strategisch engagiert, denn sie organisieren deren kaufmännische und technische Betriebsführung – vom Bau der Strom- und Gasnetze bis zur Verbrauchsabrechnung.
„Nach zehn Jahren in einer Kunden-Lieferanten-Beziehung ist es jetzt an der Zeit, enger zusammenzurücken“, sagt nun Geschäftsführer Andreas Wulff den Zeitungen des SHZ-Verlages.
Know-how bündeln, Effizienz steigern
Die Stadtwerke Steinburg sind gerade mal ein Jahr älter als die in Brunsbüttel. Itzehoe und Glückstadt legten damals ihre Aktivitäten zusammen, denn durch die Netzregulierung sanken die Erlöse. Drei Jahre später kamen die Stadtwerke in Wilster als Teilhaber hinzu.
Und wie damals ist auch heute das Ziel, das Know-how zu bündeln und die Effizienz zu steigern. Torsten Fischer, Geschäftsführer in Glückstadt und auch bei den Stadtwerken Steinburg, zeigt sich der SHZ gegenüber zufrieden: „Es ist ganz wichtig, dass wir diesen Schritt weitergehen.“
Nachhaltigkeit sichern, Synergien heben
Gregor Gülpen, Fischers Co-Geschäftsführer in Steinburg und zudem für die Geschäfte in Itzehoe verantwortlich, bringt es auf den Punkt: „Die Zusammenarbeit hat sich bewährt.“ Er betont, dass es um die Sicherung der rund 200 Arbeitsplätze ebenso wie um die Gewinnung von Fachkräften ginge.
Und Wulff, der Brunsbütteler, bestätigt: „Zu viert können wir besser neue Geschäfte entwickeln, als wenn man das allein macht.“ Die Synergien würden angesichts eines umkämpften Marktes für Strom und Gas benötigt. Es gehe um Größe ebenso wie um Nachhaltigkeit. (sig)
