Wer spart, wird belohnt: Frei nach diesem Motto wollen immer mehr Versorger zusätzliche Anreize setzen, um den Energieverbrauch weiter zu verringern.
So lobt der Energiekonzern EnBW Prämien von 100 Euro aus, wenn Kunden in den Wintermonaten ihren Gasverbrauch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent oder mehr reduzieren. Dabei werde der Temperaturverlauf berücksichtigt, heißt es.
Energiesparwettbewerb in München
Auch die Stadtwerke München haben einen Energiesparwettbewerb ausgerufen. Unter dem Leitspruch "Jede kWh zählt" winkt nicht nur Strom-, sondern auch Gaskunden eine Prämie, wenn sie mehr als zehn oder sogar 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum einsparen.
Besonders sparsamen Haushalten, die es mit ihren Verbräuchen unter die Hälfte des Durchschnittsverbrauchs bei Strom oder Gas schaffen, soll die Prämie umgehend gutgeschrieben werden, teilt das Stadtwerk zudem mit. Denn eine weitere Verringerung des Energieverbrauchs wäre demnach dann unrealistisch.
Saisonkarte für Erdinger Freibad
Eine pfiffige Idee hatten die Stadtwerke Erding in Bayern. Privatkunden des Unternehmens, die dieses Jahr weniger Strom verbrauchen als 2021, erhalten für das kommende Jahr eine kostenlose Saisonkarte für das heimische Freibad.
Energiesparen in Bädern
Mit gutem Beispiel wollen die Neusser Stadtwerke in Nordrhein-Westfalen beim Thema Energiesparen vorangehen. Bereits im Mai senkten sie in ihren drei Schwimmbädern die Temperaturen.
Seit Ende Juli haben sie die dortigen Textilsaunen geschlossen. Zudem haben sie Attraktionen wie Nackenstrahler und Strömungskanal ausgeschaltet. Ferner wurde in einem der Bäder der Rutschenturm vorübergehend außer Betrieb genommen.
Bitte um Verständnis
In einer Stellungnahme bat Stephan Lommetz, Chef der Stadtwerke Neuss, bei Besuchern um Verständnis: "Energie sparen ist in der gegenwärtigen Lage eine absolute Frage der Solidarität." (aba)
