Der Neubau eines Verwaltungsgebäudes einschließlich einer Kantine kostete die Stadtwerke Speyer rund eine halbe Million Euro.

Der Neubau eines Verwaltungsgebäudes einschließlich einer Kantine kostete die Stadtwerke Speyer rund eine halbe Million Euro.

Bild: © Stadtwerke Speyer

Die Stadtwerke Speyer (SWS) haben im Jahr 2020 einen Bilanzgewinn in Höhe von 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro) erwirtschaftet. Der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler beschloss 1,5 Mio. Euro an die Stadt Speyer als Gesellschafterin auszuschütten, wie der Kommunalversorger mitteilt.

"Auch, wenn das Plus geringer ausfällt, so ist es in den unsteten Zeiten der Corona-Pandemie doch eine sehr erfreuliche Nachricht, dass die Stadtwerke das Geschäftsjahr trotz aller Herausforderungen positiv abschließen konnten", bedankte sich Seiler. Daneben leisten die SWS eine Konzessionsabgabe von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr 2,5 Mio. Euro) und eine Gewerbesteuer von 900.000 Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro).

Fehlende Umsätze

"Der geringere Jahresgewinn ist im Wesentlichen auf die Situation um das Sport- und Erlebnisbad bademaxx im Corona-Jahr 2020 zurückzuführen", informierte Wolfgang Bühring, Geschäftsführer SWS. Fehlende Umsatzerlöse ließen sich nicht durch staatliche Hilfen und geringere Betriebskosten kompensieren. Das Ergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 367.000 Euro auf -2,1 Mio. Euro, so Bühring.

Der verbleibende Betrag von 1,4 Mio. Euro wird in die Gewinnrücklage der Stadtwerke eingestellt. Die Eigenkapitalerhöhung sei notwendig, um etwa die Entwicklung des Energiebezugsmarktes oder den erwarteten Rückgang von Energiemengen zu meistern. Außerdem macht die Entwicklung neuer Geschäftsfelder, etwa die Funknetztechnologie LoRaWAN, eine solide Eigenkapitalausstattung erforderlich, so der SWS-Chef.

Stromabsatz bei Großkunden

Die Umsatzerlöse der SWS sind mit 111,9 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozent gesunken. "Dies ist im Wesentlichen auf die Strom- und Erdgassparte zurückzuführen", informierte Bühring. Corona-bedingt hätten sich die Umsatzerlöse vor allem bei den Geschäftskunden in eigenen und fremden Netzen verringert.

Die Investitionen blieben mit 7,4 Mio. Euro auf gleichem Niveau. Maßgeblich wurde in das Stromverteilnetz inklusive Ladestationen mit 1,5 Mio. Euro, in das Erdgasverteilnetz mit 994.000 Euro sowie in die Erweiterung des Wärmenetzes mit 1 Mio. Euro investiert.

Verkehrsbetriebe mit Gewinn

Weitere Ausgaben betrafen den Neubau eines Verwaltungsgebäudes für die SWS einschließlich einer Kantine mit 513.000 Euro. Für den Glasfaserausbau im Stadtgebiet Speyer tätigte der Versorger Investitionen in Höhe von 906.000 Euro. Der Gewinn der Verkehrsbetriebe Speyer von 138.000 Euro (Vorjahr: 144.000 Euro) floss zurück in die Muttergesellschaft. (jk)

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