"Wir wollen mit der Umbenennung ein klares Signal setzen: Für faires Miteinander, für echtes Engagement vor Ort, für gegenseitiges Kümmern in einer Kommune": Olaf Kaspryk, Geschäftsführer der Stadtwerke Rastatt.

"Wir wollen mit der Umbenennung ein klares Signal setzen: Für faires Miteinander, für echtes Engagement vor Ort, für gegenseitiges Kümmern in einer Kommune": Olaf Kaspryk, Geschäftsführer der Stadtwerke Rastatt.

Bild: SW Rastatt

Mit welcher Markenstrategie können Stadtwerke dauerhaft erfolgreich sein? Ist es das "traditionelle" Stadtwerk, das bei Kunden Vertrauen schafft – oder hilft doch ein eigenständiger Markenname beim Vertrieb? Die meisten lokalen Versorger setzen auf das Stadtwerk, aber insgesamt ist die Frage der richtigen Strategie umstritten. Die star.Energiewerke Rastatt haben sich entschieden “- für einen Markenwechsel: Am 26. Oktober wird im Schloss der badischen Revolutionsstadt die Rückkehr zum ursprünglichen Namen "Stadtwerke Rastatt" gefeiert.

"Wir waren auch als star.Energiewerke im Markt erfolgreich"“ sagt Geschäftsführer Olaf Kaspryk. "Aber in Zukunft wollen wir durch die Rückbesinnung auf das Stadtwerk ein klares Signal setzen: Für faires Miteinander, für echtes Engagement vor Ort, für gegenseitiges Kümmern in einer Kommune. Denn das verbinden die Kunden mit einem Stadtwerk viel stärker als mit einer anderen Marke."

Der Name "Star Energiewerke" löste wenig Assoziationen aus

Der Name "star.Energiewerke" war 2001 entstanden. Damals planten mehrere Kommunen, ein großes regionales Stadtwerk unter neuem Namen zu gründen. Die Stadtwerke Rastatt benannten sich eigens dafür um – aber das Regional-Stadtwerk kam dann doch nicht. 17 Jahre später kehrt Rastatt nun zurück zu seinen Wurzeln. Der Markenwechsel ist gut vorbereitet. Die Idee dazu entstand in einem Markenbildungsprozess. Dann wurde die Umbenennung per Marktforschung getestet.

Zwar war auch die Marke "star.Energiewerke" nach mehr als 15 Jahren bei den Kunden angekommen – sie löste aber wenig Assoziationen aus. Eine Umbenennung in Stadtwerke fanden dagegen 60 Prozent der Befragten "sehr gut" oder "gut". Klassische Gegenargumente (etwa: "wer Strom kauft, will damit nicht das Schwimmbad finanzieren") spielten für die Befragten offenbar kaum eine Rolle. Von der Umfrage bekam die lokale Presse Wind, und auch sie kommentierte die Idee positiv. Der Aufsichtsrat traf seine Entscheidung für den neuen, alten Namen also auf einer soliden Grundlage.

"Investition in die Zukunft"

Dabei ging es auch um die aktuellen Trends im Markt: Die Zahl der Wechselwilligen wächst leicht, aber stetig. Die Konkurrenz ist anhaltend groß, die Margen sinken. Dazu kommen der Wunsch von Verbrauchern nach mehr Transparenz und Übersichtlichkeit, der anhaltende Ökotrend oder der Boom regionaler Produkte: "Regional ist das neue Bio".Geschäftsführer Kaspryk ist sich sicher, dass der Name Stadtwerk die eigene Strategie wirksam unterstützt: "Wir profitieren als Stadtwerke noch von hohen Marktanteilen. In Zukunft wollen aber immer mehr Menschen ganz bewusst Kundinnen und Kunden bei uns sein. Dass wir wieder als Stadtwerke Rastatt auftreten, ist deshalb eine Investition in die Zukunft." (Stefan Lennardt)

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