Die Geschäftsführung des Plattform-Entwicklers eQuota GmbH hat vor wenigen Tagen einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Charlottenburg gestellt. eQuota betreibt eine nach eigenen Angaben „marktführende Plattform“ für die Erfassung und Vermarktung von THG-Quoten.
Zu den über 100 Kunden gehören laut Homepage auch zahlreiche Player aus der Energiebranche, unter anderem Lichtblick, Uniper, Trianel, Engie und The Mobility House.
Hintergrund für das Insolvenzverfahren sind die seit Jahresbeginn stark gefallenen THG-Quotenpreise. Dies beruht auf regulatorischen Änderungen bei den für die THG-Quote anrechenbaren Biokraftstoffen, heißt es in einer Pressemitteilung des Rechtsvertreters von eQuota, der Kanzlei BBL aus Berlin.
Finanzierungsrunde konnte nicht abgeschlossen werden
Diese Marktentwicklung machte das Fortbestehen des Unternehmens vom Erfolg einer laufenden Finanzierungsrunde abhängig, die aber nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte
Nach dem Insolvenzantrag hat das zuständige Amtsgericht Florian Linkert von der Restrukturierungskanzlei BBL zum vorläufigen Insolvenzverwalter über das Vermögen der Gesellschaft bestellt.
eQuota beschäftigt aktuell rund 50 Mitarbeiter
Linkert und sein Team haben nach eigenen Angaben sofort mit der Situationsanalyse begonnen und die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds für die Mitarbeiter in die Wege geleitet. „Wir werden den Betrieb erst einmal fortführen und sondieren derzeit die Lage, um uns ein umfassendes Bild über die Situation des Unternehmens machen zu können,“ so Linkert.
Die eQuota GmbH wurde 2021 von Johan Grope und Fatih Gökgöz gegründet, als dritter Geschäftsführer kam Anfang 2022 Benedikt Gerber hinzu. Aktuell beschäftigt eQuota knapp 50 Mitarbeiter:innen an den Standorten Berlin und Denizli (Türkei). (hoe)



