Die Stadtwerke Duisburg blicken auf ein solides Jahresergebnis 2025 zurück.

Die Stadtwerke Duisburg blicken auf ein solides Jahresergebnis 2025 zurück.

Bild: © kaʁstn Disk/Cat/Wikipedia

Die Stadtwerke Duisburg haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem soliden Ergebnis von 96 Millionen Euro abgeschlossen. Der Versorger nutzt den Rückenwind, um die Transformation der eigenen Erzeugung zu beschleunigen. Bis 2035 soll sie CO₂-neutral sein.

Die Umsatzerlöse lagen bei 3,4 Milliarden Euro. Das Geschäft mit Privat- und Gewerbekundinnen und -kunden entwickelte sich nach Angaben des Versorgers weiterhin positiv. Die Absatzmengen bei Strom und Gas seien gestiegen, während die Nachfrage nach Wasser und Fernwärme zurückging.

Kerngeschäft mit guter Performance

In Duisburg ordnet man die Zahlen auch im Kontext der beiden Rekordjahre davor ein, die von Einmaleffekten geprägt waren – insbesondere durch den Verkauf der Steag-Beteiligung über die KSBG. Der aktuelle Gewinn basiere hingegen auf dem Kerngeschäft und sei Ausdruck wirtschaftlicher Stabilität in einem herausfordernden Energiemarkt, hieß es.

Das Geschäftsjahr 2025 und auch das laufende Jahr stünden im Zeichen unklarer politischer Rahmenbedingungen sowie regulatorischer Unklarheiten. "Dennoch haben wir die entscheidenden Projekte auf den Weg gebracht und zugleich unsere wirtschaftlichen Ziele für das Geschäftsjahr mehr als erfüllt", sagte Marcus Vunic, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG.

Strategisch setzen die Stadtwerke auf Investitionen in Technologien und Infrastruktur – mit einem klaren Ziel: Bis 2035 soll die eigene Energieerzeugung vollständig CO₂-neutral aufgestellt sein. Ein sichtbares Projekt aus 2025 ist die Inbetriebnahme einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage an der Kläranlage in Huckingen. Dort wird Wärme aus bereits gereinigtem Abwasser für die Fernwärmeversorgung nutzbar gemacht – ein Ansatz, der lokal verfügbare Quellen hebt und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen perspektivisch reduziert.

Investitionsvolumen steigt

Die Größenordnung der Investitionen unterstreicht den Anspruch. Rund 120 Millionen Euro flossen 2025 in die Duisburger Versorgungsinfrastruktur – davon fast 41 Millionen Euro bei den Stadtwerken und mehr als 77 Millionen Euro bei der Netze Duisburg GmbH. Diese Summen sollen weiter steigen, um Netzausbau und Erzeugungsumbau zu stemmen. Die Netze Duisburg erzielten 2025 bei Umsatzerlösen von 396,5 Millionen Euro einen Gewinn von 21,6 Millionen Euro. Die Fernwärme Duisburg GmbH verzeichnete zwar ein Umsatzminus von rund 17 Prozent auf 116,1 Millionen Euro, schloss das Jahr aber dennoch mit 7,6 Millionen Euro Gewinn ab.

Pläne für "modernen Energiepark"

Für den Standort Wanheim haben die Stadtwerke ihre Pläne für einen "modernen Energiepark" vorgestellt. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll das bestehende gasbetriebene Kraftwerk durch mehrere kleinere und flexiblere Anlagen ersetzt werden. Vorgesehen sind unter anderem Großwärmepumpen, die Wärme aus dem Rhein gewinnen, Elektrokessel sowie Blockheizkraftwerke, die künftig auch mit Wasserstoff betrieben werden können. "Fernwärme spielt insbesondere in dicht besiedelten Städten eine zentrale Rolle", sagte Andreas Gutschek, Vorstand Infrastruktur und Strategie – und kündigte gezielte Investitionen in Netz und Erzeugung an.

Fördergeld für Probebohrungen

Parallel prüft Duisburg die Chancen der Tiefengeothermie. Eine Erkundungsbohrung in den kommenden Jahren soll klären, ob sich das Vorhaben wirtschaftlich und technisch realisieren lässt. Dafür erhalten die Stadtwerke eine Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 7,46 Millionen Euro. Oberbürgermeister Sören Link, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender, sieht in den Projekten ein Signal über die Region hinaus: Die Energiewende vor Ort könne mit verlässlicher Daseinsvorsorge und Standortverantwortung zusammengehen.

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