Vorstand Stefan Welsch (links) präsentiert den Neubau als Zeichnung und im Modell. Mit seinen geschwungenen Formen soll das Gebäude auch ästhetisch überzeugen.

Vorstand Stefan Welsch (links) präsentiert den Neubau als Zeichnung und im Modell. Mit seinen geschwungenen Formen soll das Gebäude auch ästhetisch überzeugen.

Bild: © Stadtwerke Hürth

Ab dem Frühjahr 2020 beginnt auf dem Gelände des Bauhofes der Stadtwerke Hürth (swh) die Errichtung eines neuen Verwaltungs- und Betriebsgebäudes mit Sozialräumen und Büros sowie einer neuen Fahrzeughalle. Laut Informationen der ZfK sollen dabei bis zu 18 Millionen Euro ausgegeben werden. Der Verwaltungsrat hat dem Vorhaben die Freigabe erteilt.

„Mit der Stadt sind auch die Aufgaben der Stadtwerke gewachsen – und hiermit auch die Zahl der Mitarbeiter“, erklärt swh-Vorstand Stefan Welsch. Aktuell fehlen auf dem Bauhof Umkleiden und Sozialräume für Mitarbeiter der Müll- und Kanalkolonnen – auch Büroflächen stehen nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Darüber hinaus sei der alte Zweckbau „sowohl konzeptionell und funktional als auch energetisch aus der Zeit gefallen“, erläutert Projektleiter Kai Wapenhans.

Gebäude soll für Energieberatung genutzt werden

Der geplante Neubau soll auf einem rund 17.000 m² großen Schotterplatz neben dem Bauhofgelände entstehen. Die Entwürfe des Generalplaners sehen einen dreigeschossigen Neubau mit einer Länge von 55 Metern und einer Breite zwischen 13 und 17 Metern vor. Im Erdgeschoss sollen dabei eine Leitstelle sowie ein öffentlicher Bereich mit Schulungs- und Besprechungsräumen errichtet werden.

Die Stadtwerke planen darüber hinaus, Kunden zur Energieberatung oder auch für Hausmessen in den neuen Räumen zu empfangen. Im ersten Obergeschoss werden für die bis zu 100 Mitarbeiter der Müll- und Kanalkolonnen Umkleiden, Duschen und Aufenthaltsräume errichtet.

Platz für bis zu 50 Mitarbeiter

Im zweiten Obergeschoss entstehen für die Verwaltung Büros, die Platz für bis zu 50 Mitarbeiter bieten sollen. Außerdem ist ein Dachgarten geplant, der ebenso wie die Dachflächen begrünt werden soll. Damit sich im Sommer das Gebäude nicht so stark aufheizt, sind Brüstungsbänder vorgesehen, um die Glasflächen der Fenster zu verringern.

Vor dem Gebäude sind für die Kunden Ladesäulen geplant. Gespeist werden diese Ladepunkte mit dem Strom der auf dem Gebäudedach installierten Photovoltaikanlage. Über eine Versickerungsmulde auf dem Grundstück wird das Oberflächenwasser abgeleitet.

Künftige Investitionen geplant

Die neue Fahrzeughalle entsteht direkt hinter dem neuen Betriebsgebäude – diese misst 85 Meter in der Länge und 24 Meter in der Breite. Hier können 34 Großfahrzeuge aus dem Servicebereich der Stadtwerke Hürth parken. Der daneben geplante offene Carport bietet Platz für 48 Autos, wobei sämtliche Stellplätze mit Ladesäulen ausgestattet werden.

Die swh hätten darüber hinaus bereits einen "Fahrplan für künftige Investitionen", wie Vorstand Welsch erklärte. Dieser umfasse einen möglichen Umbau des Wertstoffhofes sowie einen groben Plan für die Werkstätten und Lagerhallen. (jk)

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