Die Stadtwerke Krefeld AG hat ihr Kundenportfolio erneut durch einen Zukauf vergrößert - dieses Mal im Privatkundengeschäft: Der nordrhein-westfälische Kommunalversorger hat die rund 13500 Kunden des Stromanbieters „BonusStrom GmbH“ übernommen. Die in Schleswig-Holstein ansässige Vertriebsgesellschaft gibt ihr Geschäft auf, die Kunden hätten sich nun aktiv für das Angebot der SWK entschieden, heißt es in der Pressemitteilung.
Für die Kunden ändere sich nichts, die bestehenden Verträge behielten in allen Teilen ihre Gültigkeit. Damit setzt der SWK-Konzern seinen strategischem Wachstumskurs fort, wie Vorstandssprecher Carsten Liedtke ausführt: „Es ist eine Win-Win-Situation für Kunden und SWK. Uns bestätigt insbesondere, dass uns nahezu der gesamte Kundenstamm der BonusStromGmbH das Vertrauen schenkt. Und aus unserer Perspektive ist es nur konsequent, dass wir jenseits unseres Heimatmarktes weiterwachsen.“
"Kundenzentriert, ganzheitlich, unkompliziert"
Michael Veit, in Personalunion Bereichsleiter Vertrieb der SWK und Geschäftsführer der Lekker Energie GmbH, verweist auf die Erfahrung der SWK mit der erfolgreichen Abwicklung kurzfristiger Übernahmeprozesse: „Wir agieren kundenzentriert, umsorgen unsere neuen Kunden ganzheitlich und unkompliziert. Unsere Strukturen sind dabei absolut leistungsfähig und auf weitere Zuwächse ausgelegt.“ Man sei bereit für weitere Kooperationen. Die Stadtwerke Krefeld hatten in diesem Jahr bereits die Mehheit am Energiedienstleister Ampere Energy und rund 2000 kleinere und mittlere Geschäftskunden von Enovos übernommen, die SWK-Tochter Lekker Energie hatte im vergangenen Jahr das Kundenportfolio der Marke "Der kleine Racker" erworben.
Mobilcom-Gründer baute "BonusStrom" mit auf
"BonusStrom" war laut "Schleswiger Nachrichten" 2006 von der Immobilienunternehmerin Sybille-Schmid Sindram gegründet worden. Maßgeblich am Aufbau des Unternehmens war auch ihr früherer Ehemann, der Mobilcom-Gründer Gerhard Schmid, beteiligt. Zahlreiche Kunden aus der Anfangszeit sollen dem Unternehmen bis heute die Treue halten. Die Unternehmerin hatte sich bis zuletzt persönlich um den Energieeinkauf gekümmert. Gegenüber der Zeitung gab sie an, dass ihr „die Firma mittlerweile aber zu viel Arbeit bereite. (hoe)



