Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Neumünster.

Das Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Neumünster.

Bild: © SW Neumünster

Die Stadtwerke Neumünster Beteiligungen GmbH weisen für das Geschäftsjahr 2017 ein Minus von voraussichtlich 1,722 Mio. Euro aus. So steht es im Wirtschaftsplan für die jüngste Hauptausschuss-Sitzung der schleswig-holsteinischen Stadt. Geplant hatte die Mutter des Stadtwerke Neumünster-Konzerns (SWN) ursprünglich mit einem Plus von rund 0,7 Mio. Euro. 2016 hatte das Unternehmen noch einen Jahresüberschuss von 3,9 Mio. Euro erwirtschaftet.

Wirtschaftsplan basiert auf Hochrechnungen

SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt spricht von "verschiedenen negativen operativen Effekten", die zu diesem Ergebnis geführt hätten. Detaillierter will er nicht werden und verweist darauf, dass der Jahresabschluss der Stadtwerke Neumünster erst Anfang Juni festgestellt ist. Erst wenn alle Gremien den Abschluss behandelt hätten, werde man sich äußern. Die Zahlen im Wirtschaftsplan sind Hochrechnungswerte, die auf den Zahlen der ersten neun Monate des vergangenen Jahres basieren.

Erträge der Versorgungssparte sind eingebrochen

Laut der Sitzungsunterlage hat sich offenbar vor allem der Ertrag der Versorgungstochter SWN GmbH mehr als halbiert, berichten diverse Regionalmedien. Dort sind der Strom-, Gas- und Fernwärmevertrieb aber auch die Telekommunikationsdienstleistungen angesiedelt. Statt der ursprünglich erwarteten 6,78 Mio. Euro wird jetzt nur noch eine Gewinnabführung von 3,04 Mio. Euro von der SWN GmbH an die Muttergesellschaft prognostiziert.

Der SWN-Konzern ist zu 100 Prozent kommunal. Neben der SWN GmbH umfasster er die SWN Bäder und Freizeit GmbH, die SWN Entsorgung und die SWN Verkehr GmbH. Für das laufende Jahr wird mit einer deutlich höheren Überweisung der SWN GmbH an die Muttergesellschaft gerechnet, auf Ebene der Neumünster Beteiligungen GmbH wird ein Übberschuss von 1,285 Mio. Euro erwartet. (hoe)

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