Im Geschäftsjahr 2018 konnten die Saarbrücker einen Jahresüberschuss von 5,3 Mio. Euro erwirtschaften und damit ihr positives Ergebnis von 4,6 Mio. Euro im letzten Jahr noch einmal verbessen. Der Überschuss soll nun der Konsolidierung dienen. Auch die Umsatzerlöse stiegen um acht Prozent von 229,5 auf 248,9 Mio. Euro.
Das Ergebnis im Kerngeschäft Netzbetrieb Gas, Wasser, Strom und Fernwärme sowie Wassererzeugung verlief mit einem Beteiligungsergebnis nach Steuern von 11,04 Mio. Euro (2017 10,6 Mio.) ebenfalls positiv. Auch das einstige Sorgenkind Energieerzeugung, welches vor sechs Jahren noch millionenschwere Defizite aufwies, bringt ein positives Ergebnis mit einem Plus von 2,4 Mio. Euro. Die Stadtwerke Saarbrücken Beteiligungsgesellschaft konnte einen Gewinn von 618.000 Euro erzielen.
Verkehr und Bäder bleiben defizitär
Defizitär bleiben weiterhin der Verkehrsbereich mit einem Verlust von 10,8 Mio. Euro und der Bäderbetrieb mit einem Minus von 2,6 Mio. Euro. Belastet wurde das Ergebnis der Stadtwerke auch durch Hochwasserschäden in Höhe von 630.000 Euro.
Das Geschäftsjahr 2019 wird nach Einschätzung der Geschäftsführung unterhalb des Vorjahres abschließen. Ob wiederum mit einem Gewinn oder einem ausgeglichenen Ergebnis zu rechnen sei, hängt vor allem von den gesetzlich bedingten Reduzierungen bei den Netznutzungsentgelten in Millionenhöhe und vom Erfolg von Energieeffizienzmaßnahmen im defizitären Verkehrsbereich ab.
Wichtig für die Region
Neben der Darstellung der Daseinsvorsorge durch ÖPNV und Bäder durch die Stadtwerke, ergibt sich für die Einnahmen der Landeshauptstadt Saarbrücken ein unmittelbarer Jahresbetrag von weit über 25 Mio. Euro. Mit über 1000 Mitarbeitern und 60 Azubis bleibt der Energieversorger auch einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region.
Trotz des positiven Ergebnisses trennt sich die Landeshauptstadt als Gesellschafter von einem der bisherigen Stadtwerke-Chef Thomas Severin. Der Vertrag mit dem 59-Jährigen wurde nicht verlängert und läuft zum Jahresende aus. Gründe dafür lieferten weder Stadt noch Stadtwerke. Severin hatte den Konzern vor sieben Jahren übernommen und seit fünf Jahren in Folge wieder schwarze Zahlen geschrieben. Seine Nachfolge wird Franz-Josef Johann antreten. (pm)
