Die Mibrag fördert Braunkohle aus den Tagebauen Profen in Sachsen-Anhalt und Vereinigtes Schleenhain (siehe Bild) in Sachsen.

Die Mibrag fördert Braunkohle aus den Tagebauen Profen in Sachsen-Anhalt und Vereinigtes Schleenhain (siehe Bild) in Sachsen.

Bild: © Rainer Weisflog/Mibrag

Der Braunkohleförderer Mibrag will rund 100 Mio. Euro in einen neuen Windpark investieren. Die 15 Anlagen sollen auf der Rekultivierungsfläche des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain 30 Kilometer südlich von Leipzig entstehen, wie die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (Mibrag/Zeitz) am Montag mitteilte. Der Genehmigungsantrag für den Windpark Breunsdorf sei bei der unteren Immissionsschutzbehörde des Landkreises Leipzig eingereicht worden. Der Windpark sei ein wichtiger Baustein für die Entwicklung der Mibrag zu einem modernen Energiedienstleister auf Basis erneuerbarer Energien, teilte das Unternehmen mit.

Die Bauarbeiten sollen laut den Plänen der Mibrag im dritten Quartal 2023 beginnen. Ab 2024 sollen die Anlagen mit einer Kapazität von 90 MW Strom liefern. Die jährliche Einspeisemenge liege bei etwa 205 GWh. Damit ließen sich rund 90 000 Haushalte mit Strom versorgen. Stattdessen könnten auch per Elektrolyse bis zu 4100 Tonnen Wasserstoff hergestellt werden.

Weitere Geschäftsfelder neben der Kohle

 

Die Mibrag mit Sitz in Zeitz fördert in Sachsen-Anhalt im Tagebau Profen und in Sachsen im Tagebau Vereinigtes Schleenhain Braunkohle. Das Unternehmen mit rund 1400 Beschäftigten beliefert die Großkraftwerke Schkopau und Lippendorf sowie Heizkraftwerke und Industriebetriebe in Chemnitz und Zeitz mit Kohle. Weitere Geschäftsfelder sind den Angaben zufolge die Produktion und der Verkauf von Strom, Fernwärme sowie Braunkohlenstaub. (dpa/lm)

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