Innogy und die schottische SSE hatten im vergangenen November vereinbart, ihr Vertriebsgeschäft in Großbritannien zu fusionieren.

Innogy und die schottische SSE hatten im vergangenen November vereinbart, ihr Vertriebsgeschäft in Großbritannien zu fusionieren.

Bild: © Ina Fassbender/dpa

Weil die bislang von RWE gehaltenen Anteile von rund 76,8 Prozent an Innogy auf Eon übergangenen sind, kündigten die Vertreter der Anteilseigner im Innogy-Aufsichtsrat am Donnerstag an, ihre Mandate mit Wirkung zum Ablauf des 4. Oktober dieses Jahres niederzulegen.

Für Innogy beginne eine neue Zeitrechnung – als Teil der neuen Eon und der neuen RWE, sagte der scheidende Aufsichtsratschef Erhard Schipporeit. Eon übernimmt die Netze und das Endkundengeschäft von Innogy, an RWE gehen die erneuerbaren Energien von Innogy und Eon. Die gerichtliche Bestellung der neuen Anteilseignervertreter im Innogy-Aufsichtsrat soll unmittelbar beantragt werden.

Übernahmeangebot an Minderheitsaktionäre wird vollzogen

Bis Ende der kommenden Woche werde Eon auch das Übernahmeangebot an die Minderheitsaktionäre von Innogy vollziehen. Gut 9,4 Prozent der Aktionäre hatten sich dabei für einen Verkauf an Eon entschieden. Zusammen mit den zwischenzeitlich an der Börse erworbenen Innogy-Aktien halte Eon dann insgesamt 90 Prozent aller Aktien. Die restlichen Aktionäre sollen herausgedrängt werden, damit Eon alleiniger Eigentümer wird.

"Unser Ziel ist eine zügige und direkte Integration von Innogy in Eon", sagte Eon-Chef Johannes Teyssen. Die Übernahme sei der entscheidende Schritt zur Neuaufstellung von Eon und RWE. Eon wird mit der Innogy-Übernahme zum mit weitem Abstand größten Stromversorger in Deutschland. (dpa/hil)

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