Die Bielefelder Bäder wollen einen Beitrag zum Energiesparen leisten und folgen deshalb dem Aufruf der Bundesregierung: In den Hallenbädern Ishara, AquaWede, Sennestadt-Bad und Familienbad Heepen wird die Wassertemperatur in den Schwimmerbecken um ein Grad auf 27 Grad abgesenkt. In allen anderen Becken bleibt die Temperatur wie gehabt.
„Die Schwimmer:innen werden das kaum merken“, sagt Jürgen Athmer, Geschäftsführer der Bielefelder Bäder. "27 Grad sind immer noch warm genug, wenn man sich sportlich betätigt.“ Die Temperaturabsenkung spart, gerechnet auf alle vier Bäder, pro Woche den jährlichen Energiebedarf einer vierköpfigen Familie ein. Das dürften etwa 1500 Euro pro Woche sein. Ein Ende der Maßnahme sei nicht festgelegt, teilen die Stadtwerke Bielefeld mit.
"In einer Vorbildfunktion"
Auch die Stadtwerke Borken führen den Aufruf der Bundesregierung zum Energiesparen als Grund für die Temperatursenkung im Aquarius und in der Schwimmhalle Weske um ein bis drei Grad an. „Wir sehen uns in dieser Frage in einer Vorbildfunktion“, sagt Ron Keßeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Borken. „Jeder eingesparte Kubikmeter Gas trägt derzeit dazu bei, dass wir unabhängiger von russischen Gaslieferungen werden.“
Zudem reduzieren die Stadt Borken und Stadtwerke die Raumtemperaturen in allen ihren Liegenschaften. In Büroräumen herrschen künftig in aller Regel nur noch 18 Grad. Außerdem wird das Temperaturniveau nachmittags sowie am Wochenende früher abgesenkt. Für wenig und nicht genutzten Nebengebäude beschränkt sich die Beheizung auf Frostsicherung. Stadtwerke-Chef Keßeler kündigt zudem an, die Themen Windenergie, PV-Anlagen, innovative Wärmeprojekte und Wasserstoff weiter zu forcieren. (hp)



