Die Installationsarbeiten an den 32 Anlagen des Trianel Windparks Borkum II sind abgeschlossen.

Die Installationsarbeiten an den 32 Anlagen des Trianel Windparks Borkum II sind abgeschlossen.

Bild: © Trianel

Alle 32 Windkraftanlagen im Trianel Windpark Borkum II (TWB II) sind errichtet. Am Wochenende wurden mit der Montage des letzten Rotorblatts an der Anlage BW 08 die Bauarbeiten im Nordsee-Windpark abgeschlossen. Bis zum Sommer 2020 wollen EWE Offshore Service & Solution und die Stadtwerkekooperation Trianel den Offshore-Windpark mit einer Gesamtleistung von 200 MW vollständig in Betrieb nehmen. "24 Anlagen sind bereits in Betrieb, die verbleibenden acht Anlagen werden in den kommenden Wochen folgen", freut sich Irina Lucke, Technische Geschäftsführerin der Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG.

Aufgrund der Insolvenz des Anlagenherstellers Senvion musste der für Frühjahr 2019 geplante Beginn der Installationsarbeiten für die Windkraftanlagen um mehrere Monate verschoben werden. Erst im August 2019 konnte der Errichtungsstart mit der ersten Anlage stattfinden. Diese Verzögerungen führten zu einer späteren Inbetriebnahme der Anlagen. Dies hat negative Auswirkungen für das Projekt. Nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) reduziert sich die Einspeisevergütung für Offshore-Anlagen, die nach dem 1.1.2020 in Betrieb gehen, um 1 ct/kWh. In Summe kann dies für Trianel und die beteiligten Unternehmen einen möglichen Einnahmnausfall in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe bedeuten.

Noch keine Entscheidung in Sachen Härtefallregelung

Der offizielle Referentenentwurf für das Kohleausstiegsgesetz von Anfang November sah eine Härtefallregelung für Windkraftanlagen an Land vor, die wegen der Senvion-Insolvenz nicht fristgerecht installiert werden können. Dafür macht sich Trianel stark, wartet aber immer noch auf eine abschließende politische Entscheidung. Eine Härtefallklausel, die die nächste Degressionsstufe vom 1.1.2020 auf den 1.7.2020 in dem besonderen Härtefall der Senvion-Insolvenz verschiebt, würde die Belastungen der kommunalen Anteilseigner auffangen können, hieß es im Dezember in einer Pressemitteilung von Trianel.

20 Stadtwerke an Windpark beteiligt

Im Juni 2018 hatten die Bauarbeiten für den Trianel Windpark Borkum II begonnen. 20 Stadtwerke, regionale Energieversorger und kommunalnahe Unternehmen sind an der Anlage beteiligt. Neben der EWE AG mit einem Anteil von 37,5 Prozent ist ein Joint Venture des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich und der Fontavis AG mit 24,51 Prozent an TWB II beteiligt. Die Stadtwerke-Kooperation Trianel gemeinsam mit 17 Stadtwerken aus Deutschland halten einen Anteil von 37,99 Prozent. (hoe)

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