Die Technischen Werke Ludwigshafen (TWL) haben das Geschäftsjahr 2020 mit Verlust abgeschlossen. Wie der Energieversorger mitteilt, sank das Ergebnis von 12,3 Mio. im Vorjahr auf minus 4,3 Mio. Euro.
Als wichtigste Gründe nennt das Unternehmen pandemiebedingte Verluste durch den Abverkauf bereits bestellter Energiemengen sowie erhöhte IT-Investitionen infolge eines Hackerangriffs im Frühjahr 2020. (Die ZfK berichtete.)
"Schwieriges Jahr"
Ihren Umsatz steigerten die TW Ludwigshafen dagegen. Mit 525 Mio. Euro lagen die Erlöse etwa 21 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Dies sei unter anderem auf Erhöhungen der Strompreise im Geschäftsjahr 2020 zurückzuführen, teilt das Unternehmen mit.
"Das Jahr 2020 war für uns alle ein schwieriges und herausforderndes Jahr", wird Vorstand Dieter Feid zitiert. "Mit dem negativen Geschäftsergebnis können wir nicht zufrieden sein. Es handelt sich hierbei aber um Verluste, die nicht aus der normalen Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens resultieren."
Prognose für 2021 positiv
Seinen Stromabsatz steigerte das Unternehmen im vergangenen Jahr leicht um 1,3 Prozent. Ein anderes Bild dagegen in der Sparte Gas. Der Absatz bei Privat- und Gewerbekunden ging um mehr als 40 Prozent, bei Geschäftskunden um fast 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück.
Im aktuellen Geschäftsjahr wollen die TWL wieder in den positiven Ergebnisbereich zurückkehren. Das Unternehmen plant mit einem positiven Jahresergebnis von etwa 3,3 Mio. Euro. Gleichzeitig will es 34 Mio. Euro vorwiegend in den Betrieb der eigenen Strom-, Gas-, Fernwärme- und Trinkwassernetze sowie in die Erzeugung investieren.
Zukunftsprojekt Wasserstoff
Auch für die IT, insbesondere für die Erneuerung der IT-Infrastruktur infolge des Hackerangriffs sowie für Zukunftsprojekte wie Wasserstoff sind Investitionen vorgesehen. (ab)
