Die Nürnberger Umweltbank hat ihr Ergebnis kurz vor dem 25. Jahrestag ihrer Gründung steigern können. Vor Steuern und Rücklagen sei 2021 ein Gewinn von 38,1 Millionen Euro geblieben, leicht mehr als im Vorjahr, teilt die Nachhaltigkeitsbank mit. Die Bilanzsumme sei um rund 20 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro geklettert.
«Mit dem Fokus auf erneuerbare Energien sowie bezahlbaren und ökologischen Wohnraum adressiert die Umweltbank Kernthemen einer nachhaltigen Gesellschaft», sagte Vorstandssprecher Jürgen Koppmann am Montag. Das Institut wurde am 27. Januar 25 Jahre alt.
Wachsendes Kreditvolumen auch bei ökologischen Bauten
Wachstumstreiber seien im vergangenen Jahr vor allem Umweltkredite für Photovoltaik-Anlagen, Windräder und ökologische Bauten gewesen, deren Volumen um rund 11 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro geklettert sei. Daneben erschließt die grüne Bank neue Geschäftsfelder. So finanzierte sie mit dem Projekt „WUN H2“ im oberfränkischen Wunsiedel erstmals eine Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. „Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein der Energiewende“, so Vorstand Goran Bašić.
Starke Nachfrage nach grünen Wertpapieren
Eine hohe Nachfrage zeigte sich dabei insbesondere im Wertpapiergeschäft. «Immer mehr Menschen entdecken Fonds und Aktien als Alternative zum klassischen Sparbuch. Unser kostenfreies Depot mit dem konsequent nachhaltigen Wertpapierangebot wird immer beliebter», bilanzierte Vorstand Koppmann. Insgesamt habe die Umweltbank Ende 2021 ein Depotvolumen von knapp 950 Millionen Euro verwaltet. Die Bank zählt nach eigenen Angaben bundesweit rund 135.000 Kunden. (dpa/hoe)
