Die unverändert große Nachfrage nach elektrischen Wärmepumpen und Gas-Brennwerttechnik hat dem Heiztechnikhersteller Vaillant im vergangenen Jahr erneut ein kräftiges Wachstum beschert. Das Familienunternehmen aus Remscheid steigerte seinen Umsatz 2019 um fünf Prozent auf über 2,6 Milliarden Euro, wie Vaillant-Chef Norbert Schiedeck am Dienstag mitteilte. Zum Ergebnis machte das Unternehmen keine Angaben. Wachstumstreiber war mit einem Plus von 37 Prozent das Geschäft mit elektrischen Wärmepumpen. Doch auch im traditionellen Kerngeschäft mit Gas-Brennwerttechnik steigerte die Vaillant Group ihre Umsätze um neun Prozent. Nicht nur in Europa lief das Geschäft gut, auch in China konnte Vaillant ein zweistelliges Umsatzplus erzielen. Ein wichtiges Forschungsfeld der Vaillant Group ist die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger für Gas-Brennwertgeräte. Aus erneuerbaren Energien gewonnener Wasserstoff kann sowohl durch Beimischungen in das bestehende Erdgasnetz als auch in reiner Form eine wichtige Rolle bei der Energiewende im Gebäudesektor spielen. In der Erprobung befinden sich seriennahe Geräte, die mit reinem Wasserstoff betrieben werden und daher kein CO2 emittieren.
Guter Start ins laufende Jahr
Der Start ins Jahr 2020 verlief nach Unternehmensangaben ebenfalls solide. Die im Zuge der Corona-Krise deutlich rückläufige Entwicklung in China konnte das Unternehmen durch überproportionales Wachstum in Europa kompensieren. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse im ersten Quartal noch einmal an. Im zweiten Quartal 2020 seien aber Auswirkungen der Pandemie auf das europäische Geschäft zu erwarten, betonte Vaillant. (dpa/hoe)



