Der Konzern Versicherungskammer, zu dem die Regionalmarken Versicherungskammer Bayern oder die Feuersozietät Berlin Brandenburg zählen, steigt beim Mannheimer Energiekonzern MVV Energie an.
In Kooperation mit dem Finanzinvestor Igneo Infrastructure Partners beteilige er sich mit 6,8 Prozent mittelbar am Versorger, heißt es in einer Presseaussendung. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.
Stadt Mannheim bleibt größter Aktionär
Igneo Infrastructure Partners ist eine Marke des internationalen Investmentmanagers First Sentier Investors, der seit 2020 gut 45 Prozent der MVV-Anteile hält. Größter Aktionär bleibt die Stadt Mannheim selbst mit einem Anteil von 50,1 Prozent. Die restlichen knapp fünf Prozent befinden sich in Streubesitz.
Die Versicherungskammer unterstütze die MVV-Strategie als nachhaltiges kommunales Versorgungsunternehmen "mit einem klaren Weg in eine nachhaltige Zukunft und Dekarbonisierung ausdrücklich", teilt die Versicherungskammer in einer Presseaussendung mit. Die MVV sei ein Vorreiter der Energie- und Wärmewende.
Gasnetz-Erwerb durch Versicherungskammer
Der MVV-Einstieg ist nicht der erste Ausflug der Versicherungskammer in die Energiewirtschaft. Im Frühjahr 2021 gab der Konzern beispielsweise den Erwerb einer Ferngasgruppe samt Gasnetz bekannt. Der damalige Verkäufer war ebenso der First Sentier Investors. (Die ZfK berichtete.)
Die Versicherungskammer ist eine Versicherungsanstalt des öffentlichen Rechts und gehört nach eigenen Angaben zu den zehn größten Versicherern in Deutschland. (aba)
