Die Versorger-Allianz 450 GmbH & Co. KG ist jetzt in Frankfurt gegründet worden. Die Versorger-Allianz 450 (VA 450) setzt sich dafür ein, dass künftig kritische Infrastrukturen wie Elektrizität, Gas, Wärme, Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie Schienenverkehr und sonstige Verkehrsinfrastruktur (wie etwa Flughäfen) eine sichere und schwarzfallfeste Kommunikation erhalten. Bisher unterstützen rund 200 Unternehmen die Brancheninitiative, die Anzahl wachse noch deutlich weiter, heißt es in der Pressemitteilung dazu.
Gründungsgesellschafter sind die NetzeBW GmbH (NetzeBW), die Oberhessische Versorgungsbetriebe AG (OVAG), die MVV Netze GmbH (MVV) und die SWO Netz GmbH (SWO).
450-MHz-LTE-Funknetz "enizig sinnvolle Lösung"
Spartenleiter Dienstleistung Matthias Groß (NetzeBW), Vorstand Joachim Arnold (OVAG), Geschäftsführer Florian Pavel (MVV) und Geschäftsführer Heinz-Werner Hölscher (SWO) waren sich bei der Gründung einig, dass die aktuellen Herausforderungen wie Netzsteuerung, Zählerfernauslesung, Mobilität, Klimawandel, Greengas, Umweltschutz und Digitalisierung verändernde Anforderungen mit sich bringen.
Teilweise führe dies zu einem Paradigmenwechsel in der Branche und auch zu einem veränderten Informations- und Überwachungsbedarf, so der Konsens der Gründer. Die VA 450 sieht in einem bundesweitem 450-MHz-LTE-Funknetz den einzig sinnvollen Lösungsweg, diesen notwendigen Informationsfluss sicherstellen.
Vielzahl von Beitritten in Vorbereitung
Zum Geschäftsführer wurde Theo Waerder (BonnNetz GmbH) bestellt. Seine aktuelle Bewertung lautet: "Die Initiative der Versorger-Allianz 450 war wichtig, sie war richtig und sie war und ist erfolgreich.“ Er will die in Bonn ansässige Gesellschaft weiter vorantreiben. Hierzu wird der Gesellschafterkreis kontinuierlich erweitert.
Aktuell seien eine Vielzahl von Beitritten in Vorbereitung, hier werden aktuell die Beschlüsse in Aufsichtsräten, Gesellschafterversammlungen, Räten sowie Zustimmungen von Kommunalaufsichten eingeholt, so Waerder. Gerade in Nordrhein-Westfalen, wo eine Vielzahl der potentiellen Gesellschafter beheimatet sei, hätten aber nach der Kommunalwahl noch keine konstituierenden Sitzungen der neuen Räte stattgefunden, so dass sich hier Verzögerungen ergeben würden, heißt es dazu. Trotzdem verfüge die Gesellschaft bereits über Optionen von mehr 80 Prozent des benötigen Kapitals.
Die Gesellschafter nehmen zudem den Städte- und Gemeindebund Rheinland-Pfalz (GStB) als assoziiertes Mitglied in den Gesellschafterkreis auf.
Gesellschafter an der 450connect
Die Versorger-Allianz 450 GmbH Co. KG wird künftig gemeinsam mit der Alliander Deutschland AG, einem Ankerkundenkonsortium und Eon jeweils 25 Prozent an der 450connect GmbH halten. Die 450connect wird sich um die Vergabe der Frequenz bewerben und für die Umsetzung einer Branchenlösung stehen. Hierzu soll ein entsprechendes bundesweites Kommunikationsnetz aufgebaut werden.
Die 450-MHz-Funkfrequenz ist aus Sicht der Versorger-Allianz das notwendige Werkzeug und der zentrale Baustein für die Energie- und Wasserwirtschaft. Mit den rund 200 Unterstützerunternehmen und einer Bevölkerungsversorgung von mehr als der Hälfte der bundesdeutschen Bevölkerung versorgen ihre vorwiegend öffentlich bzw. kommunal geprägten Unterstützer mehr als ein Drittel der Fläche Deutschlands mit Energie und/oder Wasser bzw. Abwasser.
Die Initiative sei für weitere bundesdeutsche Energie- und Wasserver- und -entsorgungsunternehmen sowie für weitere Betreiber kritischer Infrastrukturen offen, betonte Waerder. (sg)



