In Dornstadt bei Ulm fiel der Startschuss für das landesweite Projekt "Summspannwerke" der Netze BW.

In Dornstadt bei Ulm fiel der Startschuss für das landesweite Projekt "Summspannwerke" der Netze BW.

Bild: © AndreasMartin/com-55

Netze BW und das Netzwerk Blühende Landschaft wollen die vorhandenen Grünflächen rund um die 300 Umspannwerke des Verteilnetzbetreibers in Baden-Württemberg systematisch ökologisch aufwerten.

Ziel sei es "Umspannwerke" zu lebendigen und für Insekten attraktiven "Summspannwerken" zu machen, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Netze BW und des Netzwerks. In Dornstadt bei Ulm fiel jetzt mit einer symbolischen Aussaat der Startschuss für das landesweite Projekt.

Partnerschaft mit dem Netzwerk Blühende Landschaft

Neben den notwendigen Transformatoren und Schalteinrichtungen gibt es an den Umspannwerken oft Grünflächen, die für Erweiterungen, als Ersatz oder aus Sicherheitsgründen frei bleiben. "Diese Wiesen haben wir in der Vergangenheit konventionell bewirtschaftet und ansonsten weitgehend in Ruhe gelassen", erklärte Christoph Müller, Geschäftsführer der Netze BW. "Jetzt wollen wir daraus mehr machen, gezielt bedrohten Lebensräume schützen und Artenvielfalt fördern", unterstrich er.

Die Netze BW will die ungenutzten Flächen nach und nach in bunte, artenreiche Blumenwiesen umwandeln – die Größe reicht dabei je nach Umspannwerk von 700 bis zu 10.000 Quadratmetern. Unterstützt wird sie dabei vom Netzwerk Blühende Landschaft. Das bundesweit aktive Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, die gesamte Kulturlandschaft wieder für Bienen, Hummeln und Co. aufblühen zu lassen und arbeitet dabei mit Landwirten, Kommunen, Naturschützern und vielen weiteren zusammen.

Konzept bereits an vier Standorten erprobt

An vier Standorten der EnBW-Tochter sei das Konzept im vergangenen Jahr bereits erprobt worden, heißt es in der Pressemitteilung. Nach dem Startschuss in Dornstadt sollen ab jetzt je- des Jahr weitere Standorte hinzukommen. Die Natur brauche allerdings ein bisschen Zeit, unterstreichen die Initiatoren: Von der Aussaat des jeweils speziell für die jeweilige Region zusammengestellten Saatguts bis zur (fast) selbständigen Blumenwiese dauere es einige Jahre.

Am Ende stehe über das gesamte Jahr hinweg ein reichhaltiges Angebot für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere Bestäuber. Mit 30 bis 60 Pflanzenarten pro Quadratmeter entstünden rund um die technischen Anlagen echte Hotspots der Biodiversität – bunte Oasen für die heimische Insektenwelt, die Nahrung, Schutz und Rückzugsraum böten. (hcn)

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