Für kleine Energieunternehmen wird das Natzgeschäft zunehmend schwierig.

Für kleine Energieunternehmen wird das Natzgeschäft zunehmend schwierig.

Bild: Andreas Prott/AdobeStock

Von Pauline Faust

Ein weiterer kleiner Netzbetreiber verabschiedet sich vom Geschäft. Die Stromversorgung E-Werk Buchauer teilte mit, ab 2026 den Netzbetrieb und Stromkunden an das benachbarte E-Werk Stern abzugeben.

Das Familienunternehmen startete 1904 als Josef Buchauer eine Sägemühle in ein Wasserkraftwerk umbauen ließ. Mittlerweile wird das E-Werk in vierter Generation geführt. Neben der Netzkonzession für einige Straßen in Frasdorf und den Ortschaften Leitenberg und Ginnerting, versorgt Familie Buchauer nach eigenen Angaben rund 700 Kunden mit Strom.

"Als einer der kleinsten Netzbetreiber und Stromlieferanten Deutschlands sind wir durch die stetig wachsenden technischen, gesetzlichen und finanziellen Anforderungen sehr stark gefordert", erklärte Familie Buchauer die Geschäftsaufgabe.

Das E-Werk Stern, mit Sitz in Bad Endorf, ist ebenfalls ein Familienbetrieb, geführt von Andreas Stern in vierter Generation. Das Unternehmen hat 15 Mitarbeitende und einen firmeneigenem Störtrupp sowie Tiefbau.

Kein Einzelfall

Der Konsolidierungsdruck in der Energiebranche lässt nicht ab. Immer wieder haben sich in den letzten Jahren historisch gewachsene, kleinere Verteilnetzbetreiber aus dem Markt verabschiedet. Beispiele dafür aus 2024 sind etwa die Stadtwerke Hemer, welche als Grundversorger den Gasvertrieb abgaben oder das Hermann Geuder Elektrizitätswerk, welches sich von der Grundversrogung Strom verabschiedete.

Auch die Gemeindewerke Hermaringen hatten 2024 beschlossen, ihren Energievertrieb für Strom und Gas einzustellen. Es hieß, der starke Wettbewerb, Energieeinsparungen und die Diversifizierung von Produkten habe zu einem Rückgang der Kundenzahlen geführt.

In Mittelfranken verkauften zudem zwei kleine Verteilnetzbetreiber ihre Stromnetze.

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