Brandenburg, Schwarze Pumpe: Arbeitsbekleidung eines Mitarbeiters der Leag Energie Bergbau hängt an einem Haken. (Archivbild)

Brandenburg, Schwarze Pumpe: Arbeitsbekleidung eines Mitarbeiters der Leag Energie Bergbau hängt an einem Haken. (Archivbild)

Bild: © Patrick Pleul/dpa

Rund 2500 Beschäftigte des Energieunternehmens Leag haben nach Angaben der Gewerkschaft IGBCE bei einem zweiten Warnstreik die Arbeit niedergelegt.

Mit dem achtstündigen Ausstand am Mittwoch will die Gewerkschaft vor der dritten Tarifrunde an diesem Freitag Bewegung in die festgefahrenen Gespräche mit dem Arbeitgeber bringen. Bisher habe die Leag, die zurzeit extrem hohe Gewinne einfahre, kein vernünftiges Angebot vorgelegt, welches die Vergütungen der Beschäftigten dauerhaft steigere, so die IGBCE.

Mit Fahnen, Transparenten und Trillerpfeifen waren Streikende aus Leag-Tagebauen, -Kraftwerken und -Verwaltungsstandorten zum Industriepark «Schwarze Pumpe» an der brandenburgisch-sächsischen Grenze gekommen.

IGBCE-Verhandlungsführer Holger Nieden sprach mit Blick auf die Teilnehmerzahl von einem «eindrucksvollen Zeichen des Einsatzes und der Geschlossenheit». Einem ersten Warnstreik am 1. September hatten sich rund 2000 Beschäftigte angeschlossen.

Vorwurf der Respektlosigkeit

Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft erwartet, dass die Arbeitgeber auf die IGBCE zubewegen. «Auf unsere einfache Bitte, endlich ein Angebot auf den Tisch zu legen, über das wir vernünftig verhandeln können, haben die Arbeitgeber überhaupt nicht reagiert.» Das sei respektlos, kritisierte Nieden.

Am Freitag (22.9.) steht die dritte Verhandlungsrunde an. Die IGBCE verhandelt für insgesamt 7200 Beschäftigte des Energieunternehmens.

Die Gewerkschaft fordert, dass die Vergütungen dauerhaft um zwölf Prozent, mindestens aber um 400 Euro in der Entgelttabelle steigen. Die Vergütungen für Auszubildende sollen überproportional erhöht werden. Die IGBCE verlangt eine Laufzeit von zwölf Monaten.

In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen hatte die Leag zusätzlich zur angekündigten tariflichen Prämie zum Inflationsausgleich von 1500 Euro eine Einmalzahlung von 8500 Euro angeboten. Das reicht aus Sicht der IGBCE nicht. (dpa/pfa)

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