Nachhaltigkeitsberichterstattung dokumentiert einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Die Stadtwerkegruppe Thüga, genauer gesagt der Thüga Holding-Konzern, hat bereits zum zweiten Mal seine ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Leistungen transparent in Berichtsform dargestellt.
Zu den Meilensteinen gehörte dabei im vergangenen Jahr unter anderem die Bestätigung eines überdurchschnittlichen ESG-Ratings, inklusive „Prime Status“ für die Nachhaltigkeits-Performance in den Bereichen Umwelt, Soziales und Good Governance.
Hervorgehoben wird in der Pressemitteilung auch die sehr geringe Intensität der Methanemissionen der durchgeleiteten Gas-Menge im Netzbereich – diese lag im vergangenen Jahr bei 0,007 Prozent. Zudem sind 71 Prozent des Fuhrparks bereits auf alternative Antriebe umgestellt.
Thüga hat sich 26 Ziele gesetzt, um Nachhaltigkeit zu verbessern
Insbesondere im Bereich Gas- und Wärmeversorgung ortet denn auch der stellvertretende Thüga-Vorstandsvorsitzende Matthias Cord Nachhaltigkeitserfolge. „Was die Dekarbonisierung der Gasversorgung angeht, gehören wir mit unseren Aktivitäten im OGMP-Pogramm, in Wasserstoff-Projekten und nicht zuletzt mit unseren politischen Beiträgen zu den Vorreitern der Branche“, wird Cord in einem Interview im Nachhaltigkeitsbericht zitiert.
Das OGMP-Programm ist eine freiwillige Initiative von Unternehmen der Öl- und Gasbranche für das Klima und saubere Luft.
In einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess hatte sich die Thüga 26 Ziele gesetzt, die Nachhaltigkeit zu verbessern. „Zielsetzung für Zielsetzung legen wir in diesem Bericht offen, was in den vergangenen zwei Jahren umgesetzt wurde – wo aber vielleicht auch etwas noch nicht erreicht werden konnte. Ein schöner Erfolg war sicherlich, dass wir in unserem Nachhaltigkeitsrating eine überdurchschnittliche Bewertung bestätigt bekamen“, sagt Finanzvorstand Christof Schulte.
Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit gewinnen noch mehr Gewicht
Wichtig sei vor allem, dass man mit der organisatorischen Verankerung und der regelmäßigen Berichterstattung nun einen Nachhaltigkeitsprozess etabliert habe, der es ermögliche, auch neue Herausforderungen aufzugreifen.
Zwar bleiben die für den Thüga Holding-Konzern identifizierten vier Handlungsfelder der Nachhaltigkeit, „Zukunftsorientierte Daseinsvorsorge“, „Wirksamer Klimaschutz“, „Gute Zusammenarbeit“ und „Nachhaltige Unternehmensführung“, auch weiterhin bestehen. Als wichtigstes Thema hat die Thüga zudem weiterhin die Dekarbonisierung der Energieversorgung im Blick – mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine haben sich allerdings die Themen Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit ebenfalls kräftig in den Vordergrund geschoben.
Informationen zum Umsetzungsstand des Nachhaltigkeitsprogramms
Die Thüga-Nachhaltigkeitsberichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit den Standards der Global Reporting Initiative (GRI). Der Thüga Holding-Konzern ist noch nicht gesetzlich verpflichtet über seine Nachhaltigkeit zu berichten, spätestens 2025 fällt das Unternehmen aber unter die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD).
Mit dem Bericht möchte die Thüga nach eigenen Angaben erneut einen Überblick über aktuelle Leistungen, erreichte Meilensteine und neu entstandene Nachhaltigkeitsziele geben. Zudem wird der Umsetzungstand des Nachhaltigkeitsprogramms, das mit dem Erstbericht veröffentlicht wurde, dargestellt. Der Bericht enthält die Nachhaltigkeitsleistung aller Gesellschaften des Thüga Holding-Konzerns, also der Thüga AG, der Syneco Trading, der Thüga Energie, der Thüga Energienetze sowie der Thüga SmartService.
„Nachhaltigkeitsmanagement ist ein Thema, mit dem sich auch die Leitungs- und Aufsichtsorgane unserer Partnerunternehmen beschäftigen müssen, egal, ob es um nachhaltigkeitsbezogene Ziele, oder um nachhaltigkeitsbezogenes Risikomanagement geht“, verdeutlicht Matthias Cord. Deswegen habe man sich vorgenommen, als Gesellschafter bei den Partnerunternehmen auf eine regelmäßige Befassung der Aufsichtsräte hinzuwirken. Hierbei könne man mit einer Vielzahl von Beratungsangeboten und Dienstleistungen unterstützen. Den Nachhaltigkeitsbericht 2023 der Thüga finden Sie hier.
(hoe)



