Der südafrikanische Logistikkonzern Imperial Logistics Limited (ILL) verkauft seine europäischen Binnenschiff-Aktivitäten an die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK), eine Tochter der Stadtwerke Köln, der Stadt Köln und des Rhein-Erft-Kreises. Der Transaktion müssen noch Gremien aus dem Umfeld des Verkäufers, des Käufers und die EU-Kartellbehörden zustimmen. Den Plänen zufolge soll der Verkauf zum 30. Juni abgeschlossen sein.
Für die HGK stellt der Kauf nach eigenen Angaben eine optimale Ergänzung ihres operativen Beteiligungsportfolios für Logistik und Güterverkehrsleistungen rund um die Verkehrsträger Schiene und Wasserstraßen dar. Die Aktivitäten im Bereich Binnenschifffahrt werden durch den Erwerb ausgebaut und insbesondere durch die Wachstumssegmente in der Chemie- und Gasschifffahrt ergänzt. Gleichzeitig erweitere die HGK durch den Erwerb signifikant ihre Präsenz in den wichtigen Seehäfen Zeebrugge, Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam.
„Passt gut zum kommunalen Auftrag“
„Wir sehen große Chancen, für unsere Kunden durch kombinierte Angebote von Binnenschiff und Güterbahn wesentliche Vorteile zu generieren“, begründet HGK-Vorstandschef Uwe Wedig den Kauf. Zugleich passe die Investition gut zu den strategischen Vorgaben, die die HGK als kommunales Unternehmen erhalten hat. Als Logistik-Holding innerhalb des Stadtwerke-Köln-Konzerns habe die HGK den Auftrag, die Rohstoffversorgung und Warenverkehre für die heimische Wirtschaft im Rheinland sicherzustellen – nicht nur ökonomisch, sondern auch unter möglichst ökologischen Bedingungen.
Da passe ein verstärktes Engagement in die Binnenschifffahrt hervorragend: Ein modernes Binnenschiff könne die Ladung von bis zu 105 Lkw aufnehmen. (wa)



