Benötigen Städte und Gemeinden Informationen über den Zustand ihrer Straßen, müssen sie sich bislang in der Regel vor Ort einen Überblick verschaffen. Das will der kommunale Infrastrukturdienstleister Westfalen Weser ändern. Mit seinem neuen Projekt soll es Städteplanern künftig möglich sein, vom Schreibtisch aus Bilder einzusehen — und zwar "vermessungstauglich", wie das Unternehmen mitteilt. Den Anfang macht die Gemeinde Boffzen in Niedersachsen.
Seit dieser Woche fahre ein Fahrzeug einer Partnerfirma von Westfalen Weser mit Kameras die Straßen der Kommune ab, teilt das Unternehmen mit. Die Kameras sollen Straßenbeläge und Schlaglöcher ebenso wie Höhenunterschiede dreidimensional erfassen. Später sollen die Aufnahmen in einem Web-Portal der Gemeinde und dem Netzbetreiber zur Verfügung stehen. Sie können als Grundlage für Planungen und Berechnungen dienen.
Datenschutz gewährleistet
Die Aufnahmen würden nicht frei zugänglich sein, versichert Westfalen Weser. Datenschutz und Persönlichkeitsrechte seien jederzeit gewährleistet. Zufällig aufgenommene Gesichter und KfZ-Kennzeichnen würden unkenntlich gemacht. (ab)

