Leeres Hallenbad in Andernach. Mehrere Stadtwerke haben bereits eine Schließung ihrer Bäder im November bestätigt.

Leeres Hallenbad in Andernach. Mehrere Stadtwerke haben bereits eine Schließung ihrer Bäder im November bestätigt.

Bild: © Meta Welling

Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen und der Verschärfung der Corona-Bestimmungen durch die Bundesregierung haben Stadtwerke in ganz Deutschland Maßnahmen ergriffen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Besonders betroffen sind dabei Serviceeinrichtungen und Bäder.

Die Stadtwerke Versmold und Rothenburg ob der Tauber etwa schließen ihre Kundencenter, bleiben aber telefonisch erreichbar.

Bäderschließungen in Ludwigsburg, Andernach und Neuss

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim werden aufgrund der nun vorgegebenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ihre derzeit geöffneten Freizeiteinrichtungen, wie Bäder und Eisbahnen, in Ludwigsburg und Kornwestheim für die kommenden vier Wochen schließen. Die Einrichtungen würden im Stand-by-Betrieb gehalten und könnten im Dezember schnell öffnen, sofern die dann geltenden Vorgaben dies zuließen, äußerte sich das kommunale Unternehmen.

Auch das Hallenbad Andernach bleibt ab dem 2. November geschlossen. Zu Schließungen kommt es auch in Neuss: Ab Montag werden Südbad, Nordbad und Stadtbad, die Eissporthalle und die Saunalandschaft Wellneuss für die Öffentlichkeit und den Amateursportbetrieb bis voraussichtlich zum Monatsende zumachen.

München, Osnabrück und Uelzen folgen

Ähnlich ist das Bild in München: Dort werden ab Montag (2. November)die Bäder und Saunas der Stadtwerke München (SWM) sowie zwei Fitnesscenter bis Monatsende geschlossen. Auch der Start der Eislaufsaison im Prinzregentenstadion werde verschoben.

Bis auf Weiteres stellen auch die Stadtwerke Osnabrück den Betrieb ihrer Bäder- und Freizeiteinrichtungen ein. In Uelzen schließt das Badeland (BADUE) sogar bereits ab dem 31. Oktober, ebenfalls mit offenem Ausgang.

SW München: Kein erhöhtes Infektionsrisiko in Bus & Bahn

Die Stadtwerke München werben dafür, weiterhin Busse und Bahnen zu nutzen. Diese seien keine Orte erhöhter Infektionsgefahr, heißt es in einer öffentlichen Mitteilung. Das Unternehmen beruft sich dabei auf eine Studie der Charité Research Organisation, bei der rund 1000 Beschäftigte der Deutschen Bahn untersucht worden seien.

Auch unter den Mitarbeitern der kommunalen Verkehrsunternehmen seien bisher nur wenige Corona-Fälle aufgetreten. Das Robert-Koch-Institut und das Münchner Referat für Gesundheit und Umwelt hätten keine Anzeichen dafür, dass der ÖPNV als Infektionsort eine wesentliche Rolle spielten.

Nahverkehr bleibt im Takt

Führende Virologen kämen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass Busse und Bahnen keine Hotspots seien, so die Stadtwerke weiter. Die große Disziplin der Fahrgäste und die gründliche Reinigung der Fahrzeuge leisteten hierzu einen wichtigen Beitrag.

Auch die Verkehrsbetriebe Augsburg ergreifen vorerst keine weitergehenden Maßnahmen im ÖPNV: Im November sollen Taktzeiten für Bus und Tram beibehalten werden. Abzuwarten bleibe, wie viele Fahrgäste abends und an Wochenenden unterwegs sein werden, berichtet die „Augsburger Allgemeine“. Einen höheren Takt soll es demnach in den Stoßzeiten geben, also morgens und mittags, wenn Schulkinder die Verkehrsmittel nutzten. (jk)

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