Im Jahr 2018 musste die Würzburger Verkehrs- und Versorgungs-Gmbh (WVV) einen Verlust von 3,4 Mio. Euro verkraften. Der Hauptgrund dafür sind gestiegene Investitionen. Bei einem Umsatz von 402,9 Millionen Euro hat die WVV im abgelaufenen Geschäftsjahr 44,7 Mio. Euro für ihre Zukunftsfähigkeit ausgegeben, im Vorjahr waren es 30,8 Mio Euro. Der WVV-Konzern konnte trotz des negativen Abschlusses der WVV GmbH einen Gewinn in Höhe von einer Million Euro verbuchen.
Umsatz und Gewinn des WVV-Konzerns waren im Vergleich zum Vorjahr rückläufig, die Erlöse gingen insgesamt um 34,7 Millionen Euro zurück. Der Fernwärmeabsatz sank wetterbedingt um gut vier Prozent auf 292,1 Mio. kWh. Der Verkauf von Erdgas ging auf 1.907,4 Mio. kWh zurück – für 2017 standen noch 1.980,8 Mio. kWh in den Büchern. Auch das Stromgeschäft verbucht „deutlich niedrigere Erlöse“, wie die WVV mitteilt. Durch eine Störung der Gasdruckregelstation ging überdies am 4. Dezember 2018 das Heizkraftwerk an der Friedensbrücke außerplanmäßig vom Netz.
Gegenwind auch aus Berlin
Doch auch aus Berlin kam Gegenwind. Der Gesetzgeber kürzte im Dezember 2018 die Förderung für KWK-Bestandsanlagen für 2019 um ca. 2,4 Mio. Euro, was aber bereits auf das Jahresergebnis 2018 durchschlägt. „Wir gehen davon aus, dass der Fehlbetrag, der durch diese einmaligen Ereignisse hervorgerufen wurde, im kommenden Jahr wieder ausgeglichen werden kann“, sagt dazu WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer. Er hofft, dass sich die hohen Investitionen in Zukunftslösungen in den nächsten Jahren bezahlt machen.
Die Mittel wurden schwerpunktmäßig im Bereich der Fernwärmeversorgung (3,3 Mio. Euro), im Bereich der Stromversorgung (rund 3,4 Mio. Euro), im Bereich der Erdgasversorgung (rund 1,8 Mio.), im Bereich der Trinkwasserversorgung (rund 2,8 Mio.) sowie für Straßenbeleuchtung und Langwellenleiter-Netze (1,4 Mio.) ausgegeben. Schäfer beschreibt seine Maxime wie folgt: „Würzburg ist eine lebenswerte Stadt. Und damit das so bleibt, sollten gerade wir als regionaler Versorger besonders nachhaltig denken und handeln. Auch unsere Enkel und Urenkel sollen die besondere Lebensqualität der Region noch genießen können.“ (sig)



