Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 11,7 Millionen Euro abgeschlossen und liegen damit etwas über dem geplanten Ergebnis. Die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe beliefen sich auf rund 1,3 Milliarden Euro. Die Investitionen stiegen gegenüber dem Vorjahr um zehn Millionen Euro auf 107,5 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeitenden im WSW-Konzern bleibt stabil und liegt bei rund 3500.
Besonders hervorgehoben wird in der Pressemitteilung das Ergebnis der Energietochter WSW Energie & Wasser AG. Diese habe mit rund 87 Millionen Euro ein sehr gutes Ergebnis generiert, das über Plan liegt. Bei der Mobiltochter WSW mobil GmbH vergrößerte sich hingegen das strukturelle Defizit um gut fünf Millionen Euro auf minus 79,8 Millionen Euro. Die Fahrgastzahlen in den WSW-Bussen und der Schwebebahn bewegten sich mit 71 Millionen Fahrgästen etwa auf Vorjahresniveau.
Enge Kooperation mit der Wohnungswirtschaft
Zu den operativen Schwerpunkten im vergangenen Jahr zählten neben der Wärme- und der Mobilitätswende unter anderem der Ausbau erneuerbarer Energien. Mit großen Aufdach-Anlagen für Geschäftskunden und dem ersten Solarpark in Wuppertal haben die WSW die Erzeugungskapazität für Solarstrom innerhalb eines Jahres um rund sieben Megawatt erhöht.
Bei vielen Projekten kooperieren die WSW eng mit kommunalen Partnern wie dem städtischen Gebäudemanagement (GMW), der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG) sowie der Stadtsparkasse Wuppertal. Mit dem GMW und der GWG haben die Wuppertaler Stadtwerke außerdem Projekte zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in verschiedenen Liegenschaften der beiden Projektpartner umgesetzt. Bei den Quartierslösungen für Photovoltaik, Wärme und Elektromobilität haben die WSW besonders den Gebäudebestand im Fokus.
Der Ausbau des Fernwärmenetzes in Elberfeld schreitet voran. Die WSW arbeiten parallel in drei Baulosen. Das Gebäude der ersten Dampfumformstation steht bereits; die Arbeiten an der zweiten Station haben begonnen. Durch die Modernisierung der Leitungen und die Umstellung von Dampf auf Heizwasser als Wärmemedium wollen die Stadtwerke noch mehr Liegenschaften im Elberfelder Innenstadtbereich an das Fernwärmenetz anschließen und dadurch den lokalen CO₂-Ausstoß verringern.
Perspektivisch soll das ganze Talnetz auf Heizwasser umgestellt und ausgebaut werden. Dafür haben die WSW im letzten Jahr eine umfangreiche Transformationsplanung erarbeitet. Auch für die Nahwärmenetze wurden solche Pläne aufgestellt.
Erste Schnellladestationen, Investitionen in Busflotte
Das Ladenetz für Elektroautos wurde im vergangenen Jahr um rund 35 Prozent weiter ausgebaut. Ein Meilenstein war die Errichtung der ersten Schnellladestation in der Immermannstraße in Elberfeld. Im Rahmen ihrer Quartierslösungen installieren die WSW außerdem Wallboxen für Eigentümergemeinschaften in Mehrfamilienhäusern und gemeinschaftlich genutzten Garagen und Parkflächen.
Mit 52 Wasserstoffbussen gehören die WSW zu den größten Betreibern emissionsfreier Fahrzeuge für den ÖPNV in NRW. 32 neue Wasserstoffbusse habe die WSW um die Jahreswende 2024/2025 in die Flotte integriert. Im letzten Jahr wurde für die Brennstoffzellen-Busse eine Wasserstoff-Betankungsanlage auf dem Busbetriebshof Nächstebreck errichtet.
Die WSW investierten 2025 auch in die Modernisierung der Schwebebahnstation im Rahmen des Erneuerungsprogramms Schwebebahn, das noch bis 2031 laufen soll. Zum Jahresende konnten die WSW mit den ersten Testfahrten des restaurierten Kaiserwagens beginnen. Seit Mai 2026 steht das historische Fahrzeug nach achtjähriger Umbau-Pause wieder für Sonderfahrten zur Verfügung.
Intensive Erprobung von KI im Konzern
Während es beim klassischen Energieabsatz mit Strom, Gas und Fernwärme kaum Veränderungen gab, nutzten die WSW nach eigenen Angaben die Chancen der Digitalisierung und innovativer Technologien für die Entwicklung kundenorientierter Angebote, die die Energie- und Mobilitätswende in Wuppertal unterstützen und die Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger in Wuppertal zukünftig sichern. Für Ihre eigenen Prozesse prüfen und erproben die WSW seit dem vergangenen Jahr intensiv den Einsatz von künstlicher Intelligenz im gesamten Konzern. In diesem Kontext hätten sich die WSW für die kommenden Jahre "einen ambitionierten Umsetzungsplan auferlegt", heißt es abschließend.