Die Fusion der Drewag (Stadtwerke Dresden) und der Enso (Energie Sachsen Ost) zur Sachsenenergie ist zum 1. Juli endgültig abgeschlossen. Damit erlischt die Drewag als juristische Person, ihre rechtlichen Beziehungen gehen insgesamt auf die Sachsenenergie AG über.
Bereits 2019 hatte die Stadt Dresden beschlossen, die Drewag vollständig zu rekommunalisieren und eine Rückkaufoption für die verbliebenen zehn Prozent der Anteile gezogen, die bis dato von der Stadtwerkegruppe Thüga gehalten worden waren. Da sich beide Seiten nicht auf den Kaufpreis einigen konnten, kam es zu einem langwierigen Rechtsstreit. Im Zentrum standen dabei stark divergierende Bewertungen über den Wert der Anteile. Erst in Vergleichsverhandlungen wurde schließlich im Juli 2023 eine Einigung erzielt: Dresden respektive der Energieverbund Dresden zahlte rund 110 Millionen Euro für die restlichen Anteile.
Einheitlicher Markenauftritt
Seit der Entstehung der Sachsenenergie wurde Schritt für Schritt der Markenauftritt vereinheitlicht. Die Vereinheitlichung umfasst nicht nur die Dokumente, Arbeitsverträge und Arbeitsmittel, sondern auch den öffentlichen Auftritt, der schrittweise harmonisiert wird. Dazu zählen unter anderem Gebäudebeschilderungen und digitale Kundenkontaktpunkte wie Websites und Portale. Ziel ist ein einheitlicher und wiedererkennbarer klarer Markenauftritt unter der Marke Sachsenenergie, teilt ein Unternehmenssprecher mit. Einige Drewag‑Elemente bleiben aber bewusst bestehen. Vor allem dort, wo sie künstlerisch, historisch oder für die regionale Identität wichtig seien. Diese gezielten Ausnahmen würden der einheitlichen Markenführung nicht widersprechen.
Die Sachsenenergie ist nach eigenen Angaben der größte kommunale Energieversorger Ostdeutschlands mit über 4000 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von rund 5,5 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024 sowie einem Stromabsatz von knapp 17000 Gigawattstunden und einem Gasabsatz von über 20000 Gigawattstunden. Das Unternehmen gehört über 160 Kommunen.
Ein aktuelles Interview mit dem Sachsenenergie-CEO Frank Brinkmann finden Sie hier.