Die Teilnehmer des 2. Energieeffizienz-Netzwerks bei der Auftaktveranstaltung im Bochumer Stadion.

Die Teilnehmer des 2. Energieeffizienz-Netzwerks bei der Auftaktveranstaltung im Bochumer Stadion.

Bild: © Stadtwerke Bochum

Zur Reduzierung des Energieverbrauchs in Unternehmen sollen laut Bundesregierung und Wirtschaftsverbänden bis Ende 2020 rund 500 sogenannter Energieeffizienz-Netzwerke entstehen. Die Stadtwerke Bochum gründen nun bereits das zweite Bochumer Energieeffizienz-Netzwerk, wie sie selbst mitteilen.

"Vielen Unternehmen fehlen Zeit und Kontakte zu verlässlichen Partnern, um Einsparpotenziale zu erkennen, Maßnahmen zu planen und diese zielführend umzusetzen", erklärt Marc Vogel, Leiter Energiedienstleistungen bei den Stadtwerken Bochum.

Rollenverständnis: Vermittler und Moderator

Der Bochumer Energieversorger versteht sich dabei nicht als Anbieter von eigenen Produkten: "Unsere Rolle ist die des Vermittlers und Moderators. Deswegen haben wir die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) als unabhängige Koordinations- und Beratungsstelle mit an Bord geholt", so Vogel.

Zudem begleiten unabhängige energietechnische Berater der Bochumer fmsc GmbH sowie Fachreferenten die Netzwerktreffen und beraten die Mitgliedsunternehmen. Im gegenseitigen Austausch sollen Einsparpotenziale leichter erkannt, Synergien gehoben und Erfahrungen der Netzwerkpartner genutzt werden.

Das sind die größten Einsparpotenziale

Großes Einsparpotenzial bergen beispielsweise die Umrüstung von Beleuchtungsanlagen, die Optimierung der Wärme- und Kälteversorgung oder die Modernisierung von Druckluftanlagen.

"Für viele Maßnahmen kann man Kostenvorteile ausschöpfen, zum Beispiel in Form von Förderprogrammen, Zuschüssen oder vergünstigten Krediten. Hier kommt das Know-how unserer Effizienzberater den Partnern zugute, die diese Finessen bereits in den Planungen berücksichtigen", ergänzt Vogel.

Das bedeutet die Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft im Energieeffizienz-Netzwerk ist auf drei Jahre angelegt und kostet 250 Euro monatlich. Als Anreiz dient die Bilanz des ersten Bochumer Energieeffizienz-Netzwerks: Die Bochumer Unternehmen vermeiden künftig zusammen 2615 Tonnen CO2 pro Jahr und sparen in Summe mehr als  acht Prozent Energie ein. Dies soll mit dem zweiten Netzwerk übertroffen werden.

Neben den Stadtwerken Bochum zählen die VBW Bauen und Wohnen GmbH, Wasserwelten Bochum GmbH, USB Service GmbH, Diakonie Ruhr gemeinnützige GmbH, Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG, SBO Senioreneinrichtungen der Stadt und die WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft zu den Mitgliedern des 2. Bochumer Energieeffizienz-Netzwerks.(gun)

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