Kläranlagen reinigen das Abwasser und entlassen das behandelte Wasser in den Vorfluter.

Kläranlagen reinigen das Abwasser und entlassen das behandelte Wasser in den Vorfluter.

Bild: @ Leßner

Bayern spricht sich schon seit längerem dafür aus, die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm zu beenden. Ziel ist eine umfassende thermische Verwertung zur Energiegewinnung, an deren Ende auch eine Phosphorrückgewinnung stehen sollte. Daher richtet der Freistaat eine neue Beratungsstelle ein, die beim Landesverband Bayern der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) angesiedelt sein wird.

Der weit überwiegende Teil des Klärschlamms wird in Bayern bereits jetzt energetisch verwertet. Derzeit gehen im südöstlichsten Bundesland nur noch etwa 15 Prozent des in den gemeindlichen Kläranlagen anfallenden Klärschlamms in die Landwirtschaft. Doch auch das soll noch verbessert werden. Zu diesem Zweck wird, ebenfalls bei der DWA, ein Klärschlammbeirat eingerichtet, in dem die kommunalen Spitzenverbände sowie der Freistaat Bayern vertreten sind.

Ministerium regt Kooperationen an

Um die allgemeinen Planungshilfen für Kommunen zu verbessern, wird zusätzlich der Leitfaden des Bayerischen Landesamts für Umwelt zur Klärschlammverwertung überarbeitet. Dadurch soll sichergestellt werden, dass anfallender Klärschlamm bestmöglich verwertet und mögliche lokale Herausforderungen gemeistert werden können. Die Verwertung des in ihren Kläranlagen anfallenden Klärschlamms ist bundesweit eine Aufgabe der Abwasserentsorger.

Im Rahmen der Beratung sollen Kommunen Wege aufgezeigt werden, wie sie den vor Ort anfallenden Klärschlamm bestmöglich verwerten können. Auch interkommunale Lösungen seien dabei zu prüfen. Das bayerische Umweltministeriums würde auch die verstärkte Zusammenarbeit der Gemeinden mit Landkreisen und kreisfreien Städten begrüßen, denn viele von ihnen betreiben bereits Müllverbrennungsanlagen, die für die thermische Behandlung von Klärschlamm geeignet sind. (sig)

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