Einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten unter anderem Photovoltaikanlagen, hier auf der Kläranlage Eslohe.

Einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten unter anderem Photovoltaikanlagen, hier auf der Kläranlage Eslohe.

Bild: © Ruhrverband

Der Ruhrverband wird voraussichtlich schon ab dem Jahr 2024 seine Anlagen in der Jahresbilanz nahezu vollständig mit eigenproduziertem Strom versorgen. „Wir haben die Energieneutralität bis 2024 in unserer Unternehmensstrategie formuliert und in den letzten Jahren konsequent auf dieses Ziel hingearbeitet“, sagt der Vorstandsvorsitzende Norbert Jardin.

Dazu nutzt der Verband den Strom aus sechs eigenen Wasserkraftanlagen an Ruhr und Lenne und aus 13 eigenen Photovoltaikanlagen. Dazu kommen etwa 50 Blockheizkraftwerke, in denen aus dem bei der Klärschlammbehandlung entstehenden Biogas Strom und Wärme erzeugt wird. Auf sechs Kläranlagen wird die Biogasausbeute durch die gemeinsame Behandlung organikreicher Abfälle wie beispielsweise Fette oder Rückstände aus Fettabscheidern unterstützt.

Eigenerzeugung höher als der Verbrauch

Zusätzlich hat der Ruhrverband bereits vor einigen Jahren damit begonnen, seine Kläranlagen einer gründlichen energetischen Optimierung zu unterziehen. Als Ergebnis wird beispielsweise die zweitgrößte Kläranlage des Ruhrverbands in Bochum-Ölbachtal bereits energieneutral betrieben. Hier stand im Jahr 2021 einer Eigenerzeugung von 5,3 Millionen Kilowattstunden ein Verbrauch von nur 4,8 Millionen Kilowattstunden gegenüber.

Zudem konnte durch die verfahrenstechnischen Umstellungen sowie den Einsatz energieeffizienter Belüftung und Durchmischung der Belebungsbecken auch die Qualität des gereinigten Abwassers nochmals gesteigert werden. Derzeit wird die größte Kläranlage in Duisburg energetisch optimiert und soll danach ebenfalls energieneutral betrieben werden. (hp)

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